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Chronik

140 Jahre Freiwillige Feuerwehr Königstetten  --> PDF

Die ersten Feuerwehren in Österreich wurden in den 1850er-Jahren gegründet, denn erst ein gelockertes Vereinsrecht nach der Märzrevolution 1848 machte es möglich, dass sich in den kommenden Jahren Vereine bilden konnten. Grundsätzlich wurden zuvor eher Verbote und Gebote zur Brandverhinderung gesetzlich geregelt, während der Brandschutz einen nur spärlichen Fortschritt nahm. Aber Königstetten hatte im Pantätting (Gemeindeversammlung) vom 17. August 1655 schon vier Feuerbeschauer bestellt (Jacob Ranßmayer, Hannß Künstler, Christoph Nerlinger, Sebastian Haaß) welche für die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen sorgen sollten. Im Pantätting vom 21. Mai 1723 wurden die „Verlaßpuncta“ vom 5. April 1721 wiederholt: unter Punkt 2: „alle alten Stroh Dachungen völlig abkommen und keine neue mehr aufbauen zu lassen.“; Punkt 3: „namentlich Rauchfäng durch gedingter hand zu khören.“….. „Vor allen anderen aber sorgfätigst dahin gedenkhen, wie durch gute anstalt und Vorsorg alle Feuersgefahr wovor uns Gott noch länger gnädiglich behüten wolle, sonderlich zu Quartier und durch Marktzeiten köne vorgebogen werden.“

In Königstetten können wir es unseren Vorvätern verdanken, dass sie die Zeichen der Zeit richtig aufnahmen und Vorreiter im gesamten Tullnerfeld waren. Der drastische Anstoß zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Königstetten war eine Brandkatastrophe am 09. August 1873. Bei diesem verheerenden Großbrand wurden insgesamt 53 Häuser samt deren Nebengebäude vernichtet (Kirchengasse 2 - 38, 1 - 17, Hauptplatz 3 - 6, Wienerstraße 2 - 28 und 1 - 31). Im darauffolgenden Jahr wurden abermals insgesamt 10 Häuser ein Raub der Flammen. Schließlich kam der Gedanke zum Durchbruch. Die Gemeindevorstehung erließ einen Aufruf und spontan meldeten sich fünfzig Männer für eine freiwillige Feuerwehr. Ein Komitee wurde gegründet, welches mit den Vorarbeiten und der Ausarbeitung der Statuten betraut wurde.1874 Mitgliederbuch Seite 1

Die Komiteemitglieder waren:

Ignaz Kopfinger, Bürgermeister;

Franz Fröschl, Zimmermeister;

Carl Kaufmann, Baumeister;

Johann Seltenreich, Oberlehrer;

Michael Aigner, Gastwirt;

Alexander Siegmund, Schlossermeister und

Oberförster Spillmann.

Zu der am 28. Oktober 1874 stattfindenden Gründungsversammlung im Gasthaus Hammerschmid kamen zwar nur dreißig der sich vorher gemeldeten Mitglieder, dennoch kam es zur Wahl des ersten Kommandos:

Hauptmann: Franz Fröschl, Zimmermeister

Hauptmannstellvertreter: Ignaz Kopfinger, Bürgermeister

Schrift- und Rechnungsführer: Johann Seltenreich, Oberlehrer

Leitmänner: Carl Kaufmann, Alexander Siegmund

Auszug aus dem Protokoll: …..Nachdem die Wahl zu Ende geführt war, hielt laut Aufforderung des Herrn Hauptmannes Herr Oberlehrer Seltenreich über das ganze Wesen der Feuerwehr eine Ansprache und legte besonders den ausübenden Mitgliedern warm ans Herz, dass sie mit ganzer Kraft und regen Eifer dem löblichen Institute, die wahre Weihe verleihen sollten, denn nur so kann der Verein, jetzt noch ein Pflänzchen, zum starken und kräftigen Baume heranwachsen. Zum Siegel des wahrhaft ernsten Vernehmen der Versammelten, den Verein nach außen mit voller Kraft und ernsten Sinne zu vertreten, leisteten die ausübenden Mitglieder den Handschlag in die Hand des Hauptmannes und Bürgermeister.

1874 Statuten der Feuerwehr KönigstettenMit Erlass vom 27. November 1874 unter der Zahl 34745 wurden die vorgelegten Statuten von der Hohen NÖ Statthalterei genehmigt und die Freiwillige Feuerwehr Königstetten bestand nun Kraft des Gesetzes als erste Feuerwehr im Tullnerfeld.

Die Herren Fröschl und Siegmund scheuten weder Zeit noch Kosten, um den ihnen übertragenen Aufgaben gerecht zu werden.

Es wurde bei der Fa. Knaust eine Landfahrspritze auf Kredit angekauft. Zur Aufbringung der Geldmittel wurde eine „Subskription“ eröffnet. Besonderer Förderer der FF Königstetten war der königlich-bayrische Gesandte bei Hof und Gutsbesitzer in Königstetten, Graf Otto Bray-Steinberg, er spendete fl 200,– und machte auch beim Hof in Wien ein Gesuch „so am richtigen Platze“ anzubringen, sodass Kaiser Franz Josef I. selbst der jungen Wehr eine Spende von fl 100,- übermittelte.

Exerziermeister Franz Titz aus Hernals übernahm die Ausbildung der Mannschaft. Er scheute keine Mühen und kam wöchentlich nach Königstetten. Franz Titz wurde zum ersten Ehrenmitglied der FF Königstetten ernannt.

Der erste finanzielle Erlös stellte sich 1875 bei der Veranstaltung eines Tanzkränzchens im Gasthaus Hufnagl ein.

Am 03. Juni 1875 hatte die Feuerwehr mit Spritze und Wasserwagen ihren ersten Einsatz. Ein Brand in Tulln konnte dank der Umsicht des Vorspannkommissärs und seiner schnellen Pferde rechtzeitig gelöscht werden. Auszug aus dem Protokoll: … ein Feuer aus. Kaum war dasselbe von Seite der hiesigen Feuerwehr gesehen, so wurde signalisiert und mit der Spritze und Wasserwagen ausgefahren. Dank der Geschwindigkeit der Pferde, gelang es noch frühzeitig am Brandplatze zu erscheinen. Unermüdend arbeiteten unsere Leute unter der Leitung des Spritzenmeisters Siegmund und ernteten von der Tullner Bevölkerung Bewunderung und Lob. Ja, das löbliche Bürgermeisteramt in Tulln fand sich bestimmt der hierortigen Feuerwehr alles Lob auszusprechen,…

Am 06. Juni 1875 fand eine Schauübung im Beisein der Feuerwehren aus Klosterneuburg, Hernals, Neuwaldegg und Hütteldorf statt.

Nur wenige Tage später wurde die noch junge Feuerwehr zu einem Brand in Langenlebarn gerufen

Am 03. Oktober 1975 zweiter Brandeinsatz in Tulln und wenige Tage später in Königstetten. Rauchfangfeuer im Haus Nr. 100.

Im Herbst 1875 fand das erste Weinlesefest statt. Auszug aus dem Protokoll: …Dieses Fest, veranstaltet von der hierortigen Feuerwehr zeichnete sich durch ein solides Arrangement, als auch herrschende frohe Gemütlichkeit aus. Auch hier bemerkte man, das stete wachsende Interesse, welches die hierortige Bevölkerung unserem neuen Institute entgegen bringt. Denn das Reinerträgnis war ein ziemlich großes. Erst früh morgens traute man sich von der Belustigung.

Trotz der Veranstaltungen war es finanziell um die Feuerwehr schlecht bestellt. Die Sparkasse der Stadt Tulln und der Spar- und Vorschussverein (heute Volksbank Tulln mit Zweigstelle Königstetten) halfen teils mit Subventionen, teils mit Darlehen.

10. September 1876: Brandeinsatz in Baumgarten

05. November bzw 16. November 1876: Brandeinsatz in Weinzierl bzw in Zeiselmauer

07. Jänner 1877 statutenmäßige jährliche Wahl des Kommandos:

Hauptmann: Franz Fröschl

Stellvertreter: Josef Wallner

Spritzenmeister: Alexander Siegmund

Schriftführer: Johann Seltenreich

Leitmänner: Bieder und Nagl

28. August 1877Brand in Frauenhofen1877 Auszug Chronikbuch

Auszug aus dem Protokoll von 1877: Nur mit Bedauern muss man auf die anderen Gemeinden, namentlich die größeren Blicken, dass sie nicht ebenso nützliche Institute ins Leben rufen. Ich schließe nun mit dem Wunsche, die Feuerwehr soll den eigentlichen Zweck ihres Seins mit Mut und Ausdauer fördern und möge sie in Frieden und Eintracht noch recht viele Vereinsjahre schließen.

Am 15. April 1878 stand die Feuerwehr in St. Andrä bei einem Brand im Einsatz. Spritzenmeister Siegmund und Feuerwehrmann Zöttl aus Königstetten, leisteten besonderen Einsatz indem Sie aus dem dicht verrauchten Keller einige Menschen retteten.

Ehrenmitglied Titz spendete der Wehr ein Signalhorn um zB am Feld arbeiteten Feuerwehrmänner bei allfälliger Feuersgefahr heranzurufen.

Infolge Fehlens der entsprechenden Ausrüstung waren die Feuerwehrmänner nach einem Einsatz oft wochenlang krank. Die Feuerwehr war aber schon damals Mitglied des „NÖ Feuerwehr-Unterstützungsvereins“, sodass den Betroffenen mit Geldmitteln geholfen werden konnte. So zog sich Spritzenmeister Siegmund angeblich eine derartige Verkühlung zu, dass er längere Zeit durch die Gelbsucht erwerbsunfähig wurde. Ihm wurden fl 50,- zugesprochen.

Nach internen Streitigkeiten wurden die Vorsitzenden neu gewählt:

Hauptmann: Franz Fröschl, Zimmermeister

Stellvertreter: Ignaz Kopfinger, Bäckermeister

Schriftführer: Johann Seltenreich, Oberlehrer

1. Leitmann: Carl Kaufmann, Baumeister

2. Leitmann: Josef Hauer, Gastwirt

Carl Kaufmann wurde laut Beschluss der Vereinsleitung das Amt eines Spritzenmeisters übertragen. Josef Hauer übernahm wieder wie zu Beginn der Feuerwehr die Funktion eines Spritzenvorspannes-Oberkommissario.

8. September 1879 Brand in Judenau. Bei einem Brand des Schuppens von Bürgermeister Michael Aigner konnten vorerst keine Pferde zum vorspannen aufgetrieben werden bis Oberspannkommissär Hauer aushalf. Dankschreiben vom judenauer Bürgermeister franz Kiemberger.

Folgende Ausrüstungsgegenstände hatte die junge Feuerwehr: 1 Saugspritze (komplett eingerichtet), 3 Stück Leitern, 4 Signalhörner, 1 Huphorn, 20 Helme, 9 Steiger-Gurten, 13 Mannschafts-Gurten, 8 Hacken oder Beile, 11 Mäntel, 20 Röcke und Hosen aus Zwilch, 2 Rettungsleinen, 2 Laternen, 120 m Druckschläuche, 4 Stk 2 Meter lange Saugschläuche, 1 Wasserbottich, 1 Stück Wagenheber, 1 alte Spritze. 1 Wasserwagen samt Fass, 2 Feuerhacken, 3 Meter Druckschläuche, 1 Kleiderschrank, 1 Steighaus welches leider in diesem Jahr vom Sturm umgerissen wurde

1880 Brände in Langenrohr, Staasdorf (3x) und Zöfing. Leitmann Pius Bachlehner sorgte für das Funktionieren der Spritze und der Brandeinsätze. Leitmann Pius Bachlehner und Leopold Zöttl, Haus Nr. 12, zählten ebenfalls zu den eifrigsten Männern.

1881 25 Mitglieder. Großbrand in Tulln am 30. August 1881. 40 Scheunen brannten ab (die örtliche Feuerwehr war zur gleichen Zeit bei einem Brand in Asparn). Ein „sehr schmeichelndes“ Dankschreiben wurde von der tullner Stadtvertretung übermittelt. Weitere Brandeinsätze in Langenlebarn-Oberaigen, Staasdorf und Wolfpassing.

Auszug aus dem Protokoll von 1881: …Auch bei der Vermählungsfeier des erlauchten Kronprinzen Rudolf von Österreich rückten die ausübenden Mitglieder aus und verherrlichten hierdurch das patriotische Fest.

1882 Adaptierung der Feuerlöschrequisitenkammer durch Errichtung eines Tannenbodens

Auszug aus dem Protokoll von 1882: …Die Herstellungskosten mit Inbegriff der Zimmermanns-, Maurer-, Schlosser-, Glaser-, Tischlerarbeiten beliefen sich auf ca. 116 fl. Hier ist zu erwähnen, dass die löbliche Gemeindevertretung zu diesem Bau, auf Ansuchen des Institutes einen Betrag von 25 fl bewilligte.

Auch wurde im abgelaufenen Vereinsjahre eines der notwendigsten Einrichtungen für Feuerwehren angeschafft und dies ist: Ein Feuerorientierungsapparat, das ist nämlich eine Vorrichtung, mittelst welcher man bei Nachtzeit verlässlich bestimmen kann, wo ein Brand in der nächsten Umgebung ausgebrochen ist. Genannter Apparat ist im Garten des Hr. Hammerschmied aufgestellt worden, wozu der Hauptmann Fröschl die Holzvorrichtungen gratis lieferte. Auch machten sich um die Aufstellung dieser Vorrichtung Hr. Bachlehner und Hr. Gruber verdienstlich. Dass sich dieser Orientierungsapparat als sehr praktisch und sicher bewies, haben mehrere Männer unserer Feuerwehr konstatiert.

…Wir wollen hier gelegentlich erwähnen, dass nachdem sich die hiesigen Pferde besitzenden Insassen jedes Mal weigern die Löschgeräte fortzuführen, Hr. Bürgermeister Carl Kaufmann die gute Einrichtung jüngster Zeit getroffen hat, dass jeder Pferdebesitzer die Pflicht hat, wenn auf ihn Tour kommt, bei sonstiger Strafe, seine Pferde zum Fortführen der Feuerspritze, um den von der löblichen Gemeinde bestimmten Geldbetrag, herzugeben.

12. November 1882 Brand in Zeiselmauer bei welchem 5 Häuser und 6 Scheunen vernichtet wurden.

1883 Brandeinsätze in Ollern, Staasdorf, Freundorf und Katzelsdorf. 6 Übungen fanden statt. Kommandant Fröschl tritt zurück und sein Stellvertreter Kopfinger übernimmt die Funktion.

1884 Mannschaft Im Jahr 18841884 Vorsitzende:

Hauptmann: Ignaz Kopfinger

Stellvertreter: Johann Gruber

Schriftführer: Johann Seltenreich

Leitmänner: Josef Hauer, Johann Granbacher und Leopold Zöttl

Weitere Mitglieder: Paul Zöttl, Johann Zöttl, Johann Brunner, Franz Eckerl, Eduard Berger, Johann Bieder, Paul Gruber, Leopold Gruber, Carl Strnat, Eduard Hubert, Leopold Gratz, Michael Spiegl, Josef Pichler, Johann Ebner, Josef Müllner, Franz Müllner, Michael Eckerl, Josef Koller, Josef Stix, Josef Muckenhuber, Höfinger, Leopold Harlander u. Moritz Matsch.

Brandeinsätze: 22 Juli in Zeiselmauer, 20. Und 29. Oktober in St. Andrä

In den ersten 10 Jahren ihres Bestandes war die Freiwillige Feuerwehr Königstetten bei 29 Bränden im Einsatz. An Einnahmen hatte die Feuerwehr in den Jahren 1874 bis 1884 4.594 Gulden zu verzeichnen.

Auszug aus dem Protokoll: … Am 28. September 1884 wurde das zehnjährige Gründungsfest feierlich begangen. Die Vorbereitungen einesteils, die tatkräftige Unterstützung der Feuerwehren in den Nachbargemeinden andererseits ließen schon im vorhinein schließen, dass dieses Fest sich zu einem der Schönsten, die je noch in Königstetten begannen wurden, gestalten werde und wir sind in der erfreulichen Lage, diesen Umstand hier öffentlich verzeichnen zu können. Der Feuerwehr-Bezirksverband beschloss zu gleich mit diesem sinnigen Feste den alljährlich abzuhaltenden Bezirksfeuerwehrtag abzuhalten, was auch geschah. Aus Nah und Fern kamen am benannten Tage die Deputationen der verschiedenen Feuerwehren, welche am Eingange des Ortes bei den dort aufgestellten Triumphpforten von der Vereinsleitung empfangen wurden und sodann unter Musikklang in das festlich geschmückte Vereinslokale geleitet wurden. Die hierortigen Bewohner haben durch Dekorierung und aushängen von Fahnen das Möglichste geleistet. Besonders schön war das Schloss geziert. Es wehten dort 3 mächtige Flaggen, nämlich die deutsche, österreichische und bayrische Fahne. Der Nachmittag des Festtages gestaltete sich zu einem besonders Feierlichen. Gemeinsam marschierten die anwesenden Feuerwehren um 4 Uhr nachmittags auf den sogenannten Platz in Königstetten und bildeten ringsum Spalier. Die sofort von unserer Feuerwehr unter Unterstützung mit der Freiwilligen Feuerwehr Tulln ausgeführte Übung fiel nach dem Urteil der so vielfach vertretenen Fachkundigen auf das Beste aus und ernteten unsere Feuerwehrmänner bloß Lob und Ehre. Wir können mit Recht behaupten, dass dies für unser Institut der schönste Sieg war. Der hierauf im Gasthause des Hrn. Hammerschmied abgehaltene Comers ließ an Gemütlichkeit nichts zu wünschen übrig, insbesondere sei erwähnt, dass die gute Musik bei dem gleichzeitig abgehaltenen Gartenkonzert dem Kapellmeister Schwarz alle Ehre machte. Auch Reden wurden gehalten. So sprachen unter anderen auch unser Ehrenmitglied Hr. Gemeinderat Franz Titz aus Hernals. Wer von unserer Feuerwehr kennt nicht diesen humanen Mann. Er betonte in seiner Rede namentlich den Aufschwung unseres Vereines, kurz und gut, er hatte für uns nur Lob und sehr freundliche Worte. Unverhohlen müssen wir sagen, daß Hr. Titz noch immer der alte hingebende Freund unserer Feuerwehr ist. Aber auch nicht minder schwungvoll sprach Hr. Dr. Josef Ursinn aus Tulln. Er zielte auf die innige Freundschaft der Nachbarfeuerwehren hin und schloss mit warmen Worten, unserem Vereine ein weiteres glückliches Gedeihen wünschend, seine Rede.

Bei diesem Feste waren folgende Feuerwehren vertreten: Hernals, Kierling, Dornbach, Neuwaldegg, Tulln, Tulbing, Staasdorf, Freundorf und Sieghartskirchen.

Nach abgehaltenem Comers verließen die meisten Feuerwehren unseren Markt und die noch hier verbleibenden Gäste vergnügten sich, vereint mit unseren Feuerwehrmännern zum Tanzkränzchen, das in den Saallokalitäten des Hr. Hauer abgehalten wurde. Die dort herrschende Gemütlichkeit und Ungezwungenheit aller Anwesenden machte es möglich, dass sich dieser Abend zu einem äußerst amüsanten gestaltete. Freilich können wir einen Fall der höchsten Ungezwungenheit hier verzeichnen, doch einesteils die Würde der Feierlichkeit, andernteils das Sittlichkeitsgefühl verbietet uns diese Art der rohesten Plumpheit nur weiter eines Wortes zu würdigen

Gründung des Bezirksfeuerwehrverbandes Tulln. Hauptman Ignaz Kopfinger wurde dabei am 20. Juli zum Obmannstellvertreter gewählt.

25. Februar 1885 - Brand einer Schiffsmühle in Muckendorf, 28. Oktober Brandeinsatz in Wolfpassing. 29. Juni und 27. September 1885 - Teil­nahme an den Verbandstagungen in Staasdorf bzw Sieghartskirchen.

1886 Am 25. August brannte es in Langenlebarn und am 11. Oktober in St. Andrä. Teilnahme an der Schauübung in Tulln.

1887 Brandeinsätze in Königstetten, Tulbing, Langenrohr, Oller, Wolfpassing und Freundorf. Teilnahme am XIII NÖ Landesfeuerwehrtag in Wien. Die Unzulänglichkeit mit der Feuerbespannung (Pferde) wird immer wieder hervorgehoben und Zitat: „…des Herrn Jägers müssten wir noch erwähnen, der im verflossenen Jahre zweimal die Bespannung der Spritze mit größter Bereitwilligkeit und Schnelligkeit beistellte und großmütigst auf die Taxe für die Bespannung zu Gunsten der Freiwilligen Feuerwehr verzichtete…“

Nacht zum 30. August 1888 Brand in Königstetten. Protokoll: …In der Nacht vom 29. August um ca. 1/2 11 Uhr, kam in unserem Orte selbst Feuer zum Ausbruch, so rasch als möglich waren fast sämtliche Feuerwehrmänner versammelt und voll Begierde den Kampf mit dem verheerenden Element aufzunehmen. Das Unglück wurde im Markte selbst erst bemerkt, als die beiden Objekte in Flammen standen. Mit beiden Spritzen und Wasserwagen wurde gegen das Feuer angekämpft. Wie rapid aber dasselbe um sich griff, geht schon daraus hervor, dass die im benachbarten Gasthause anwesenden neugewählten Herrn der Gemeindevertretung als sie das Feuer bemerkten, nicht mehr im Stande waren, vom Gebäude etwas herauszubekommen und verlässliche Männer, welche unter den Ersten am Brandplatze waren, versichern, dass beide Objekte fast gleichzeitig in Flammen standen und an eine Rettung des Viehes nicht mehr zu denken war. Unsere Feuerwehr, dieses schon oft erprobte Institut, arbeitete mit wahrem Feuereifer und war so glücklich ihre mühevolle Arbeit belohnt zu sehen. Denn nach Verlauf von kurzer Zeit konnte dieselbe, mit dem Bewusstsein treuerfüllter freiwillig aufgebürdeter Pflicht erklären, dass das Feuer lokalisiert sei. Die Feuerwehr konnte ihre Tätigkeit darauf beschränken, die Nachbargebäude von dem weiteren Umsichgreifens des verheerenden Elementes zu bewahren. Unterdessen kamen auch die Feuerwehren der benachbarten Orte Tulbing, Tulln, St. Andrä, Wördern, Langenlebarn, Ollern angefahren und nur mit vereinten Kräften war der Brand bald bewältigt, auch die Spritze von Zeiselmauer war tätig. Abgebrannt ist das Viehhirtenhaus samt Stall und ein Hauerhaus. Leider kam auch die Gemeinde um ihre beiden Stiere, ein paar prächtige Exemplare, welche in ihren Todeskampf ein fürchterliches Gebrüll ausgestoßen haben. Der Viehhirte Haslinger verlor eine Kuh und vier Schweine, welche gleichfalls nicht mehr gerettet werden konnten. Außerdem verbrannten noch in beiden Häusern sämtliche Futtervorräte. Die Ursache der Entstehung ist unbekannt. Sehr vorteilhaft war es für unsere Feuerwehr, dass der Wasserwagen gefüllt im Requisiten-Magazin gehalten wurde, es stellte sich später Wassermangel ein, besonders die auswärtigen Feuerwehren hatten öfters mit Wassermangel zu kämpfen und mussten in Folge dessen zeitweilig die Arbeit einstellen. Mit der Bespannung zum Wasser führen hatte es wiederum sein Elend.

Weiter Brandeinsätze am 24. Mai in Langenlebarn und am 07. Juli in Staasdorf

1889 Anlässlich des 15jährigen Bestandes der Feuerwehr wurde eine Landfahrspritze angekauft. Franz Fröschl wurde wieder zum Hauptmann gewählt. Stellvertreter: Johann Gruber, Schriftführer: Leopold Bauer, Leitmänner: Granbacher, Kratschmann und Hauer

Am 16. Jänner wurde vom Kommando der Beschluss gefasst, eine neue kleinere Landfahrspritze anzukaufen, da die Alte besonders in Feldwegen schlecht zu fahren ist. Am 07. Februar wurde eine derartige Spritze bei der Firma Knaust in Wien bestellt und am 09. März abgeholt. Im Rahmen des Gründungsfestes wurde diese vom Bezirkskommandanten auf den Namen „Steffel“ getauft.

Zitat aus dem Protokoll: …Jeder der in unser Feuerrequisiten-Magazin hineinkommt, muss eine Freude an der prächtigen Einrichtung desselben haben. 2 Saug- und Druckspritzen, eine davon zweistrahlig, die andere einstrahlig, 2 Wasserwagen, 1 alte Druckspritze, Leitern, Schläuche, also ganz ausgerüstet, um dem verhassten Element ordentlich zu Leibe rücken zu können. Aber ein gut eingerichtetes Requisiten-Magazin allein würde uns wenig nützen, es gehören auch Leute dazu, die diese Requisiten zu rechter Zeit, am rechten Orte und in der richtigen Art und Weise zu Handhaben verstehen, es gehört eine gut geübte und geschulte Mannschaft dazu, die den Mut hat, den Kampf mit dem ungebetenen Gaste Feuer aufzunehmen und daran fehlte es auch nicht.

1890 Als in den Monaten Juli und August eine hier gastierende Schauspielertruppe im Gemeindegasthause Vorstellungen gab, stellte die hiesige Freiwillige Feuerwehr eine Theaterwache bei.“

22. August: Brand des Schuppens vom Hause Nr. 57 – Luttenberger

Um 1890 werden immer wieder die Namen Franz Eckerl, k.u.k. Briefträger und Josef Muckenhuber genannt, als Männer, die mit wahrem Feuereifer ihre Verpflichtungen erfüllen.

1891 Insgesamt 5 Brandeinsätze, Mitgliederanzahl: 29, Schutzmannschaft: 27

1892 Leopold Bauer scheidet nach 5 Jahren als Schriftführer (Lehrer) aus weil er als Oberlehrer nach Kirchbach versetzt wird.

Zitat aus dem Protokoll: …Am 7. August Nachmittag nach 4 Uhr ertönte das Alarmsignal durch Sturmläuten, welches andeutet, dass im Hause Nr. 70, Eigentum des Hr. Johann Pilz, Feuer zum Ausbruche kam, rasch war unsere wackere Feuerwehr ganz vollzählig bei der Hand den gehassten Feind mit aller Kraft und Aufgebot den Widerstand zu leisten, das trotz der ungünstigen Windrichtung das Feuer teilweise auf das bereits ergriffene Objekt beschränkt und bis 9 Uhr vollständig lokalisiert werden konnte. Bei dieser Gelegenheit kann nicht unberührt bleiben den gesamten wackeren Korps mit Inbegriff der Schutzmannschaft den größten Dank zu votieren, da letztere wie es sich bei dem Hause Nr. 67 zeigte in der größten Gefahr die Geistesgegenwart hatte, den bereits vom Feuer ergriffenen Dachstuhl zu retten. Auch kann ein kleiner Unglücksfall verzeichnet werden, der Steiger Josef Muckenhuber zog sich in Folge der Manipulation mit der Steigerhacke eine Verletzung zu, wo demselben von dem Vereinsarzt Dr. Hesky ein Verband angelegt und die Arbeitsunfähigkeit auf 14 Tage konstatiert wurde. Aufgrund dieses ärztlichen Gutachtens wurde von der Vereinsleitung das Ansuchen um eine Krankenunterstützung an den Nö. Feuerwehr-Unterstützungsvereins gestellt, welcher den Verunglückten einen Betrag von 15 fl gegen klassenmäßig gestempelte, vom hiesigen Bürgermeisteramt vidierte Quittung zuerkannte.1893 Mitgliedsbestätigung

1893 Brandeinsätze in Zeiselmauer (06. und 11. März) und Langenlebarn (22. September)

1894 Am Neujahrstag brannte die Scheune des Franz Jäger in der Wiener Straße ab (beteiligte Feuerwehren: Tulbing, Wolfpassing, Zeiselmauer, St. Andrä, Staasdorf, Langenlebarn und Tulln) und am 12. August fielen zwei Scheunen des Carl Kaufmann und des Michael Müllner ebenfalls in der Wiener Straße den Flammen zum Opfer. Unterstützung erfolgte durch die herbeigeeilten Feuerwehren von Wolfpassing, St. Andrä, Altenberg, Zeiselmauer, Langenlebarn, Tulln, Tulbing, Ollern und Staasdorf. An diesem Tag fand auch das Gründungsfest statt welches jedoch von den Bränden überschattet war.

1895 keine Brandeinsätze. 5 Übungen. Wie alljährlich veranstaltete der Verein auch in diesem Jahre einen Feuerwehrball und außerdem im Herbst ein Weinlesefest.

1896 es wurde ein neuer Wasserwagen um fl 300,- angeschafft und der alte verkauft. Zitat aus dem Protokoll: …Am 30. April 3/4 10 Uhr abends brach im Hause der Fr. Josefine Kopfinger beim Backofen Feuer aus, das sich hauptsächlich auf das Dach ausdehnte. Durch das rechtzeitige und richtige Eingreifen der Feuerwehr unter dem Kommando unseres wackeren Hauptmannstellvertreters Johann Gruber wurde der Brand lokalisiert und ein größeres Unglück verhütet. Die Arbeiten der Feuerwehr wurden auch anerkannt. Das zeigt, dass Frau Kopfinger einen Betrag von 20 fl und die Wechselseitige Versicherungsanstalt eine Remuneration von 30 fl dem Vereine spendete. 29. Juni 1896 - Teilnahme der FF Königstetten am Landesfeuerwehrtag in Scheibbs.

1897 Mannschaft im Jahr 18971897 Anlässlich des Hochwassers im Jahre 1897, bei dem alle Donaugemeinden überschwemmt wurden und sich auch in Königstetten schwere Wasserschäden zeigten, erließ der k.u.k. Bezirkshauptmann von Tulln, Max Ritter von Rittingen, eine Instruktion an die Feuerwehren zur Ausbildung im Wasserdienst. Die Feuerwehr Königstetten verpflichtet sich, wohl im Ernstfalle ihren Mann zu stellen, musste aber die Ausbildung der Mannschaft im Wasserdienst ablehnen.

1898 keine Brandeinsätze, 7 Übungen. Feuerwehrball und Weinlesefest.

 

1899 Vorsitzende:

Hauptmann: Franz Fröschl

Stellvertreter: Johann Gruber

Schriftführer: Josef Schienerl

Leitmänner: Granbacher, Josef Muckenhuber und Franz Eckerl

Der Verein zählt 27 Mitglieder. Brandeinsätze: 7 davon einer in Königstetten. 15. September: Hochwassereinsatz in Muckendorf für 3 Tage. Feier zum 25jährigen Bestandsjubiläum mit Umzug und Schauübung. Insgesamt nahmen 28 Feuerwehren an den Feierlichkeiten teil.

1900 - Aufstellung einer Laterne zur Beleuchtung der „Requisitenkammer“. 8 Brandeinsätze. Zitat Protokoll: … Leider hatte ein Mitglied sich beim Tullner Feuer eine unheilbare Verletzung zugezogen und hoffen wir, dass sie demselben nicht Beschwerden bereiten möge. Die Anforderungen zum Dienst sind eben streng, der Dank aber meistens gering. Doch denken wir stets: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Dann werden wir manche Unzukömmlichkeiten leicht ertragen.

1901 Neuwahlen:

Hauptmann: Johann Gruber

Stellvertreter Josef Muckenhuber

Schriftführer Josef Schienerl

Leitmänner: Franz Eckerl, Leopold Brunner und Pajarola

Zitate aus dem Protokoll: … Heuer hatten wir aber auch ein Jahr, dass jeden von uns in bleibender Erinnerung sein wird. Unsere schon zu klein gewordene baufällige Gerätekammer wurde trotz der misslichen Geldlage unserer Gemeinde durch eine schöne große Kammer ersetzt. Es hat viele Mühe gekostet, bis der Beschluss in der Gemeinde durchging, wir alle wissen ja, dass gerade heuer die Gemeinde viele Auslagen hatte, …. Dank daher unserer wackeren Gemeindevertretung mit ihrem hochverdienten Herrn Bürgermeister an der Spitze. Würde aber unser hochgeschätzter Herr Hauptmann nicht gewesen sein, so wäre es vielleicht nicht möglich gewesen, den Bau in Angriff zu nehmen. …. Durch seine Bemühungen wurde der Gemeinde nicht weniger als 1.300 Kronen erspart. Jeder Feuerwehrmann trug sein Scherflein bei, daher auch diesen wackeren Männern besten Dank. Aber auch auf das Ansuchen unseres Hauptmanns beteiligte sich auch die Bevölkerung und unterstützte die Feuerwehr auf mannigfaltige Weise. So wurde das Fuhrwerk ganz unentgeltlich zur Verfügung gestellt, die Geschäftsleute verzichteten auf einen Gewinn. Der Besitzer der Ziegelei Graf Bray schenkte der Feuerwehr den Sand und ließ 200 Kronen von der Rechnung nach und gestattete nach Maßnahme unserer Mitteln den Rest zu begleichen. ….Haben unsere wackeren Männer ihre Kraft der Wehr gewidmet und ist die Mannschaft tüchtig, die Geräte in Ordnung um rasch dieselben zur Benützung gebrauchen zu können, dann kann leicht und schnell dem verheerenden Elemente entgegen getreten werden. …

1902 bei drei Bränden rückte die Feuerwehr mit insgesamt 18 Mann aus. Die Feuerwehrmänner waren 564 Stunden im Dienste. Bau einer neuen Gerätekammer durch die Feuerwehrmitglieder.

1903 der Chronist aus diesem Jahr weis nicht viel zu berichten und hebt nur die Wichtigkeit der Feuerwehr hervor.

1900-1909 (nicht datierbar) Mannschaft1904 30jähriges Bestandsjubiläum der Feuerwehr. Hauptmann Johann Gruber erhält von der Gemeinde eine prachtvoll ausgearbeitete Feuerwehraxt und sein Stellvertreter Josef Muckenhuber sowie die Leitmänner Franz Eckerl und Leopold Brunner, Löschmeister Michael und Ferdinand Dachsberger sowie Hornist Leopold Dorn erhalten Anerkennungsdiplome vom Landesverband sowie von der Gemeinde Anerkennungsschreiben.

1905 Brandeinsätze: 03. Februar und 12. April in Wolfpassing, 04. August in Muckendorf, 03. September in Tulln und 13. Oktober in Zeiselmauer. Zitat aus dem Protokoll: …Unsere Wehr wurde im heurigen Vereinsjahre der hohe, ehrende Besuch des Hr. Bezirkshauptmannes Graf Steinach zuteil, welcher sich über das Requisitenhaus sowie der Einrichtung desselben lobend und anerkennend aussprach, somit ist auch bewiesen, dass die Bezirkshauptmannschaft Interesse für diesen uneigennützigen Verein hegt. Die Freiwillige Feuerwehr wurde auch im vergangenen Jahre einer eingehenden Revision unterzogen durch den Obmann des Bezirksverbandes Herr Karl Hartl.

1906 Brandeinsätze: 17. Mai in Zeiselmauer und 03. Oktober in Tulbing. Hochwasser in Königstetten. Hauptmann Johann Gruber wird seitens der Bezirkshauptmannschaft für seine Verdienste mit der Jubiläumsmedaille ausgezeichnet.

1907 Brandeinsätze: 29. Oktober und 01.November in Muckendorf und 03. November in Wördern

1908 Beim Bezirksfeuerwehrtag in Rapoltenkirchen wurde Hauptmannstellvertreter Josef Muckenhuber und der erste Leitmann Franz Eckerl ob ihrer 25jährigen Tätigkeit mit Medaillen ausgezeichent. Zitat aus dem Protokoll: … Aus Anlass des 60jährigen Regierungsjubiläums unseres Kaisers beteiligte sich unser Kommando durch ausrücken bei der Enthüllung des Gedenksteines sowie bei dem Feste und schließe die heurige Chronik mit einem dreimaligen Hoch an Seiner Majestät Kaiser Franz Josef I.

1909 2 Brandeinsätze: 08. Februar in Muckendorf, und am 01. September in Nitzing. Zum 35jährigen Jubiläum fand eine Schauübung bei der Volksschule statt und anschließend wurde ein Festakt mit anschließendem Gartenkonzert und Tanzkränzchen abgehalten.

1910 in diesem Jahr starb unerwartet der verdienstvolle Hauptmann Johann Gruber er war seit der Gründung Mitglied der Feuerwehr Königstetten. Er wird mit allen Ehren zu Grabe getragen. Am 29. Juni findet im Gasthaus Bieber eine außerordentliche Generalversammlung statt und folgende Mitglieder wurden gewählt:

Hauptmann: Franz Eckerl, Stellvertreter: Heinrich Posch, Schrifführer: Ludwig Kaufmann, Leitmänner: Leopold Hemmelmeier, Ignaz Brunner und Ignaz Zöttl

1911 Grundgesetz der FF Königstetten 19111911 Hauptmann Franz Eckerl leitet die beste Periode ein und bringt Ausrüstung und Ausbildung auf einen damaligen Höchststand. Bau einer Löschwasserzisterne in der Tulbinger Straße. Übernahme des Kommandos durch Franz Eckerl. Am 27. August fand der Bezirksfeuerwehrtag zum ersten Mal in Königstetten statt. Zuvor wurde eine Schauübung mit großem Erfolg durchgeführt. Die Vereinsstatuten1911 Mannschaft im Jahr 1911 von 1874 wurden geändert.

1912 Am 4. Juni schlug ein Blitz in die Scheune des Hr. Kopfinger ein und im nächsten Moment standen die zwei Scheunen der Hr. Kopfinger und Georg Biegler in Flammen. Ein zweiter Brand brach in Tulbing ebenfalls durch Blitzschlag aus.


Am 15. Oktober brannte die Scheune von Anton Müllner. Dabei hat sich die im Vorjahr errichtete Zisterne bewährt.

1913 es war nur ein Brand zu verzeichnen: am 19. August in Katzelsdorf

1914 - 1918 - 1. Weltkrieg Von den 43 ausübenden Mitgliedern der Feuerwehr wurden 35 zu den Fahnen gerufen. Gleich im ersten Jahr fanden sechs davon den Heldentod. Weitere sind vermisst 1919 Mannschaft im Jahr 1919oder in russischer Kriegsgefangenschaft. Mit Müh und Not hält Franz Eckerl den Betrieb der Feuerwehr aufrecht. Auch Bürgermeister Josef Müllner – in jungen Jahren selbst aktiver Feuerwehrmann – tat in dieser Zeit alles was notwendig war um der Feuerwehr zu helfen. Zahllose Brände mussten gelöscht werden. 1918 – der Krieg ist zu Ende und die Welt steht vor einem Chaos.

1919 45. Bestandsfest der Feuerwehr wird schlicht gefeiert. Mit Hochdruck wird am Wiederaufbau der Feuerwehr gearbeitet. Ergebnis der Neuwahlen: Hauptmann: Franz Eckerl, Stellvertreter: Ludwig Kaufmann, Kassier: Wilhelm Kopfinger, Schriftführer: Josef Franke, Zugsführern: Johann Matsch, Michael Dachsberger und J. Löschl J. Eigner, Löschmeistern: Josef Berger und Karl Bieder. 12. November Brandeinsatz in St. Andrä

1920 sind wieder 37 aktive Feuerwehrmänner zu verzeichnen. Brand am 11. Februar wo die an der Straße Zeiselmauer - Königstetten gelegene Scheune des Herrn Josef Ohnewas durch Brandlegung vernichtet wurde. Der zweite Brand am 01. September war ein Dachfeuer im Hause des Herrn Alfred Schlechta, Hochstraße 167, hier wurden die Nachbarhäuser durch Lokalisierung des Brandes vor dem Feuer geschützt.

1921 verliert die Feuerwehr Ihr Ehrenmitglied Johann Seltenreich, den Schöpfer der Chronik und ihren Ehrenhauptmann Franz Löschl

1922 keine Brandeinsätze jedoch 19 Übungen

1923 Urkunde von 1923 für 25 Jahre Mitgliedschaft1923 Brand am 18. Juli. in Höflein, und am 02. September in Chorherrn. Zitat aus dem Protokoll: … Zum Schlusse sei noch ein vor kürzester Zeit, am 11. Nov. 1923 stattgefundenes Ereignis zu erwähnen, dass so recht das herrliche Zusammenleben, verbunden mit männlicher Würde in unseren Reihen zeigte. Die langjährigen Mitglieder, Gründer und Erbauer unserer Ortsfeuerwehr, die Herren Zöttl Paul, Bauer Leopold, Eckerl Franz, welche durch 40 Jahre und die Herren Dachsberger Michael, Eckerl Michael, Ernst August, Posch Heinrich, Josef Biegler und Rohrauer Karl, die durch 25 Jahre das Ziel der Freiwilligen Feuerwehr vertreten und gewahrt haben, erhielten am genannten Tage für die Treue und Anhänglichkeit, die sie dem Wesen der Feuerwehr jederzeit erwiesen haben, ein sichtbares Zeichen, eine Erinnerungsmedaille an die Brust geheftet. Ganz Königstetten freute sich mit ihnen und bewies durch einen festlichen Empfang am Ortseingange den ausgezeichneten Feuerwehrleuten seine Zuneigung.

 

 

 

1924 Mannschaft im Jubiläumsjahr 19241924 - 50 Jahre FF Königstetten. Glanzvoll wird das Fest gefeiert. 44 Feuerwehren und zahlreiche Mandatare des öffentlichen Lebens haben sich in Königstetten eingefunden.

Der „Bader Gustl“, ein gebürtiger Königstetter (Bader-Doktor-Haus, danach Cafe Lindenthal) besser bekannt unter akademischer Maler Prof. August Stephan, der als kleiner Bub die Brandkatastrophe von 1873 miterlebte, hielt dieses Geschehnis in einem riesigen Bild – gemalt auf zusammengenähten Jutesäcken – fest. Dieses Bild befindet sich heute noch im Feuerwehrhaus.

Bei 8 Bränden musste die Feuerwehr eingreifen zum Glück nur einmal davon in Königstetten. Dafür aber dreimal in Tull und dreimal in Wördern. Der achte Brand war in St. Andrä.

1925 Brandeinsätze: 25. Mai Zimmerbrand bei Josef Hirsch in Wolfpassing, 14. September Scheunenbrand bei Herrn Gruber in Tulbing, 21. September Scheunenbrand bei Frau Langmader in Tulbing und 30. November Scheunenbrand in Tulbing.

1926 am 01. November Brandeinsatz in Tulbing. Die Mitgliederversammlung schließt mit den Worten: „Die Faust am Werk, im Herzen stark und schlicht, den Blick aufs Ziel, so geh den Weg der Pflicht!“

1927 1. Motorspritzenwagen1927 Der Brand in Tulbing am 07. August bewies, dass die Königstettner jederzeit am Platze waren, wo es zu helfen galt. Wahrscheinlich am Ende des Jahres erhält die Feuerwehr die erste Motorspritze. Zitat aus dem Protokoll: …. Wie schon erwähnt, gänzlich unzulänglich für einen Verein, der den Anforderungen einen modernen Zeit gewachsen sein soll. …. Königstetten und seine Gemeindevertretung hilft in einsichtsvollster Weise neben anderer tatkräftiger Unterstützung dem Verein, eine Motorspritze zu erwirken, welche die Leistungen des Vereins in vielfacher Weise verstärkt und hebt. Im Namen aller Mitglieder, im Namen des ganzen Ortes sei hier der Dank ausgesprochen der Gemeindevertretung mit seinem Oberhaupt Bürgermeister Josef Müllner für das gewaltige Geldopfer, daß die Anschaffung eines solch hervorragenden Ausrüstungsgegenstandes verlangte...

1928 Urkunde Ehrenmitglieder Fam. Frühwirth1928 Die Weihe der ersten Motorspritze war ein großes Ereignis von welchem auch die Tullner Bezirksnachrichten (Nr. 29 vom 21. Juli 1928) berichteten. Franziska Frühwirth wird Patin. Sie und ihr Mann Karl Frühwirth (Bürgermeister) werden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

1929 30. und 31. Oktober jeweils Brände in Tulbing

1930 23. Oktober Brand in Langenlebarn-Oberaigen Nr. 30

1931 Franz Eckerl legt aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Hauptmann zurück und wird Ehrenhauptmann. Josef Brunner wird zum Hauptmann gewählt.

1932 ein Brandeisatz in Frauenhofen Nr. 14 am 12. September

1933 wird Franz Eckerl die silberne Medaille für Verdienste um die Republik Österreich vom damaligen Bundespräsidenten überreicht.

1934 3 Brandeinsätze darunter zwei in Königstetten, Badgasse 207, Herr Nagl (13. Juni) und ein Waldstück von den Herren Kaufmann und Nagl (30.04.). der dritte Einsatz war in St. Andrä (11.10.). im Jahr des Bürgerkrieges und der Revolten, feierte unsere Wehr ihr 60jähriges Bestandjubiläum. Es sollte vorerst das Letzte sein.

1935 Gründungsmitglied Siegmund Alexander feiert seinen 100. Geburtstag und wird Ehrenbürger und Ehrenmitglied

1936 keine nennenswerten Einsätze. Ehrenmitglied Siegmund Alexander verstirbt

1937 Ein Blitzschlag am 10. September setzt das Wohnhaus von Rudolf Müllner in Brand. Die Nebengebäude konnten erfolgreich geschützt werden. Am 25. Dezember stirbt Ehrenhauptmann Franz Eckerl und wird mit allen Ehren und unter der Teilnahme zahlreicher Feuerwehrmänner zu grabe getragen.

1938 – 2. Weltkrieg Das Hakenkreuz findet sich auf den Seiten der Chronik. Voll Hoffnung und Zuversicht wollte man in eine andere Zeit gehen. Wie man weis, kam es anders.

1939 wird die Feuerwehr zur Feuerschutzpolizei und somit ihres freiwilligen Charakters enthoben.

2. Weltkrieg über diesen Zeitraum gibt es nur spärliche Aufzeichnungen. Fast alle verfügbaren Männer stehen an den Fronten vom Atlantik bis zum Kaukasus, von Afrika bis zum Polarkreis. Ein sehr1940 Übung am Kirchenplatz ca. 1940 kleiner Bestand blieb zurück und wir wissen, dass diese Männer im Herzen den Feuerwehrgedanken bewahrt hatten. In den wenigen Aufzeichnungen wird von Dienstverpflichtungen und Apellen gesprochen. Frauen wurden zum Feuerschutz herangezogen. Die Namen der Frauen: Erika Aichberger, Theresia Friemel, Leopoldine Müllner, Steffi Nagl, Hansi Löschl, Hilda Leckl, Aloisia Berger, Steffi Lackinger, Hilda Frühwirth und Grete Novak. Bei zahlreichen Appellen, Bereitschaften und 92 Fliegeralarmen wurden über 200.000 Stunden geleistet.

1945 - Ende des Krieges. Es dauerte bis 1947, bis es dem damaligen Bürgermeister Karl Frühwirth gelang, mit der Besatzungsmacht ein Abkommen zur Reorganisation der Feuerwehr zu treffen.

Das Kommando 19471947 Mannschaft im Jahr 1947

Kommandant: Johann Müllner

Stellvertreter: Josef Eigner

Schriftführer und Kassier: Franz Stangl

Zugsführer Ignaz Zöttl; Josef Zöttl und Felix Löschl

Maschinist: Leopold Löschl und Ferdinand Roch

1948 unter der Leitung der engagierten Männer ging der Aufbau trotz finanziellen Problemen zügig voran. Ende 1948: 23 aktive Mitglieder

1949 3. Juli: das Gründungsfest zum 75jährigen Bestehen (Motto: „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“) Neuwahlen mit folgendem Ergebnis: Hauptmann: Johann Müllner, Stellvertreter: Josef Aigner, Kassier und Zugsführer: Franz Heiligenbrunner, Zugsführer und Zeugwart: Ignaz Zöttl, Schriftführer: Johann Wicke

Am 14. Mai 1950 wurde der Feuerwehr das erste Kraftfahrzeug übergeben. Ein englisches Militärfahrzeug das in mühevoller Arbeit der Feuerwehrmänner für Feuerwehrzwecke umgebaut wurde. Die Löschwasserzisterne am Hauptplatz mit einem Fassungsvermögen von 90.000 Liter wurde in Verwendung genommen.

1950 Glockenweihe 1950Zahlreiche Einsätze. U.a. Blitzschlag bei Preymann in der Tulbinger Straße 4, Hochwasser in Königstetten, Wiener Straße (Arnold) und Tulbinger Straße (Altenberger) und auswärts in Katzelsdorf. Zitat aus dem Protokoll: … Am 10. April 1950 wurde der Feuerwehr die Ehre zuteil sich namhaft an der Weihe der wieder erstandenen 5 Glocken beteiligen zu können. Jeder Mann, die Wehr war in 3 Arbeitskommandos eingeteilt, erfüllte für seine Heimatkirche getreulich seine Pflicht und als am Abend das erste Geläute ertönte, empfand jeder damit den Dank dem ihm der erhebende Klang der Glocken für die Mithilfe spendete.


1951
25 aktive Mitglieder, 20 Mann Reserve und 6 Ehrenmitglieder

1952 Mannschaft im Jahr 19521952 war durch viele Einsätze gekennzeichnet. Der schwerste am 19. Oktober: Waldbrand am „Alten Wienerweg“, etwa 10.000 m2 Nadelwald standen in Flammen.

1953 übernahm Johann Arnold das Kommando der Feuerwehr und Heinrich Müllner wird Stellvertreter

1954 80. Bestandsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Königstetten. Eine dem modernsten Stand entsprechenden Tragkraftspritze wurde angeschafft und geweiht. Beim Gründungsfest konnten über 150 Mann aus anderen Wehren und hochrangige Politiker begrüßt werden. Hochwasser im Juli bei welchem Tagelang in Aspang, Altenberg, Trübensee und Muckendorf gearbeitet werden musste.

1956 Wettkämpfe in Waidhofen a.d. Ybbs 1956Vom 02. bis 04. August 1955 war die Wehr nach einem schweren Unwetter in Königstetten pausenlos im Einsatz.

1956 Der Aufbau der Feuerwehr ging rüstig voran und das Leistungsabzeichen in Silber und Bronze bei den Landesleistungsbewerben in Waidhofen an der Ybbs konnte errungen werden.

1957 Gruppenübung am Florianitag in Langenlebarn gemeinsam mit den Feuerwehren Langenlebarn, Muckendorf-Wipfing und Zeiselmauer.

1958 Begräbnis eines Kameraden ca. 19581958 Kassier Löschmeister Ignaz Massinger bestand die schwierige Prüfung zum goldenen Feuerwehrleistungsabzeichen.

1959 stellte die Feuerwehr ein Ansuchen an die Gemeinde zum Kauf eines neuen Löschfahrzeuges und die Errichtung einer Alarmsirene. Das Ansuchen wird aus finanziellen Gründen abgelehnt. Stattdessen soll ein Traktoranhänger angeschafft werden.

1960 Es gibt große Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft, was die fast unmögliche Reparatur des umgebauten englischen Militärfahrzeuges betraf. Das Kommando trat am 13. Juli zurück und ein Teil der Mitglieder verließ die Feuerwehr. 13. Dezember - außerordentliche Generalversammlung bei welcher Johann Bieder Kommandant und Leopold Böck sein Stellvertreter wird.

1961 Es geht wieder bergauf! Die Geräte wurden verbessert und das Schlauchmaterial vermehrt. Alarmsirene wird installiert. Der Ausbildungsstand wurde durch zahlreiche Übungen verbessert. 3 Mann besuchten die Feuerwehrschule in Tulln. Zitat aus dem Protokoll: …Am 19. Mai 1961 veranstalteten wir eine Feierstunde für unsere alten Kameraden Franz Spany (61 Dienstjahre) Ignaz Brunner (60) Johann Matsch (57) Josef Eigner (56) Johann Müllner (53) Ehrenkommandant Josef Brunner (51) und Felix Löschl (51) die aus der Hand des LFKdt.StV. Hummel, der in Begleitung der Bez.FR. Berger und Morrent erschienen war, Diplome für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr erhielten. Den Höhepunkt fand die Veranstaltung durch die Überreichung der „Florianiplakette“ an Bürgermeister Eichberger, die dieser für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen vom NÖ Landesfeuerwehrverband zuerkannt erhielt. Die Blasmusik unter Dipl.Ing. Walter Miedler, sorgte für die musikalische Umrahmung und den gemütlichen Teil der schönen Feier.

1962 Die Scheunen von Arnold und Laber brannten ab. Leider war die Löschwasserzisterne wegen Reparatur leer und es musste eine Löschleitung von mehr als 1000m gelegt werden.

1963 Brand bei Familie Eder am 05. August - ein dreijähriger Bub kam ums Leben. Es wurde der Gedanke wach, zur schnelleren Einsatzbereitschaft ein Tanklöschfahrzeug zu beschaffen. Insbesondere auch weil ein solches von wenigen Männern eingesetzt werden kann. Man wusste, dass auf Grund der finanziellen Situation der Gemeinde man mit keiner Unterstützung rechnen konnte. Doch der Angeforderte Kostenvoranschlag der Firma Rosenbauer versetzte der Begeisterung der Männer einen Dämpfer. Dennoch wurde das Wagnis eingegangen und der Ankauf grundsätzlich beschlossen.

Bei der Haussammlung wurden die Erwartungen weit übertroffen was die Verbundenheit der Bevölkerung zu ihrer Feuerwehr zeigte. Teilnahme einer Bewerbsgruppe bei den 13. NÖ Landesbewerben in Scheibbs. Es wurde das Leistungsabzeichen in Bronze erworben.

1964 Segnung neues TLF - Ehrenschutz durch Dr. Fiegl1964 Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges von der Fa. Rosenbauer. Kosten: ÖS 265.785,-

Besondere Gönner: Alfred und Elsbeth Schlechta mit einem namhaften Patengeschenk. Die 1964 Einbaupumpe des ersten Tanklöschfahrzeuges 1964Volksbank Königstetten gewährte ein Darlehen von ÖS 100.000,– für das insgesamt 20 königstetter Bürger die Bürgschaft übernahmen. Das neue TLF 1000 wurde anlässlich des 90. Gründungsfestes und des Bezirksfeuerwehrtages am 02.08. feierlich gesegnet und seiner Bestimmung übergeben. Zu der Veranstaltung hatte Landeshauptmann Dipl-Ing. DDDr. h.c. Leopold Figl den Ehrenschutz übernommen.

1965 ein ausgesprochenes Katastrophenjahr. 18. und 19. Juni - Einsätze beim Hochwasser, das den Wasserleitungsbrunnen zu überfluten drohte. Brand in der Hochstraße 4 (Schlechta). 02. April Brandeinsatz in Wilfersdorf. Bei den Wahlen in das Bezirksfeuerwehrkommando Tulln, wurde Hr. Frühwirth als stellv. Bezirksfeuerwehrrat gewählt und die FF Königstetten ist somit wieder - nach vielen Jahren - im Bezirksfeuerwehrkommando vertreten

 

1967 Wettkampfgruppe1966 besuchten fünf Feuerwehrmänner die internationalen Feuerwehrwettkämpfe in Karlovac in Ex-Jugoslawien. Viele Lehrgänge in der Landesfeuerwehrschule wurden absolviert. Ausrüstung mit Funkgeräten.

1967 Mehrere Einsätze, darunter Sicherungsdienste beim Flugplatzrennen in Langenlebarn und beim Dopplerhüttenrennen. Bei den Landeswettkämpfen in Zwettel wurden die Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und Silber erreicht (Rudolf Nagl, Ernst Kuchar, Isidor Eder, Alois Steininger, Josef Eckhart, Leopold Gruber, Fritz Müllner, Alois Reißner und Josef Bruckner). Partnerschaft mit der FF Königstädten, BRD, wurde gegründet (siehe eigenes Kapitel).

1968 Besuch der Partnerwehr in Königstädten1968 wurde der Bezirksfeuerwehrtag in Königstetten anlässlich des Besuches der Partnerfeuerwehr abgehalten. OBM Hoffmann wurde mit einem Verdienstzeichen des NÖ. Feuerwehrverbandes ausgezeichnet. Diverse technische und Brandeinsätze in Tulln, Katzelsdorf, Tulbing und St. Andrä.

1969 Kommandant Bieder und Schriftführer Frühwirth besuchten die Partnerwehr in Deutschland. Teilnahme bei den 19. Landesfeuerwehrwettbewerben in Amstetten, 5 Männer aus unserer Wehr und 4 aus Deutschland in Bronze und Silber. Zitat: Leider waren die Stunden des Beisammenseins viel zu kurz, aber dennoch für alle Beteiligten äußerst fruchtbringend. Die Mannschaft aus Königstädten bekam überdies Sonderpreise des NÖ Landesfeuerwehrkommando als beste ausländische Gruppe und als jene mit dem weitesten Anreiseweg.

Das Haus Rabacher, Kirchengasse 28, rutschte in eine danebenliegende Baugrube und eine Vermurung in der Tulbinger Straße musste beseitigt werden. Zwei Brandeinsätze in Tulbing und Langenlebarn. 31. Dezember - durch ein neues Gesetz ist die Feuerwehr nunmehr eine Körperschaft öffentlichen Rechtes.


1970 Kdt. Bieder und Kdt.Stv. Nagl mit den ehemaligen Kommandanten Brunner, Müllner und Arnold1970 Mehrzweckfahrzeug VW Bus1970 - Einsatz bei einem Orkan. Eine alte Linde musste gefällt werden. Das Kirchturmdach wurde vom Sturm aufgerissen und weiter Sturmschäden mussten behoben werden. Insgesamt 500 Einsatzstunden. Zum „Florianitag“ konnte ein VW-Bus angekauft werden Patin war Frau Elsbeth Schlechta. Juni: Besuch der Partnerwehr in Königstädten, BRD, mit Herrn Bürgermeister Eichberger und der Blasmusik Königstetten zu deren 40. Gründungsfest.

1971 5 Brand- und 3 technische Einsätze Im Herbst wurde ein Zubau zum Feuerwehrhaus geplant. Wahlergebnis: Feuerwehrkommandant: Brandinspektor Johann Bieder, Feuerwehr-Kdt.Stv.: Hauptbrandmeister Josef Nagl, und zum Verwalter wurde der bisherige Schriftführer Johann Frühwirth ernannt.

1972 Eröffnung des Heimes der Blasmusik Königstetten, die FF Königstetten und der Fanfarenzug der Partnerwehr Königstädten, BRD, wirkte mit. Auszeichnung von LM Josef Eckhart und Alois Reißner sowie HFM Johann Nagl mit der Bronzemedaille für 25jährige Tätigkeit im Feuerwehrdienst. Alfred und Elsbeth Schlechta spendeten eine Motorsäge.

1973 12 junge Männer treten der Feuerwehr bei. Der Zubau zum Feuerwehrhaus nimmt ernste Formen an, doch erhitzten verschiedene Planungen die Gemüter bis die richtige Lösung gefunden wurde und mit den Arbeiten begonnen werden konnte.

1974 Mannschaft im Jubiläumsjahr1974 - 100jähriges Bestandsjubiläum zu welcher es vom Kommandanten BI Johann Bieder eine eigene Festschrift gab. Landeshauptmann Andreas Maurer und der Bürgermeister der Stadt Rüsselsheim Dr. K.H. Storsberg haben den Ehrenschutz übernommen. 2 technische Einsätze, kein Brandeinsatz

1975 Die Wettkampfgruppe erreichte bei den NÖ. Landesfeuerwehrleistungsbewerben in Langenlois den 7. Platz beim Bewerb Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber. 1 technischer Einsatz, 2 Brandeinsätze

 

 

1974 Fahrzeuge der FF Königstetten im Jubiläumsjahr1976 Bei der Wahl zum neuen Kommando der Feuerwehr Königstetten wurde Richard Bachmayer sen. als Kommandant und Josef Nagl sen., Kommandant-Stellvertreter gewählt. Erwin Bichler wurde als Verwalter ernannt. Weiters wurden ein Handfunkgerät, ein Greifzug, eine 1981 Kommando 1981Mittelschaumausrüstung sowie 3 Pressluftatmer angekauft. 29 technische Einsätze, 5 Brandeinsätze

1977 wurde Josef Müllner zum neuen Verwalter ernannt. Es wurde eine 2. Alarmsirene angekauft. Bezirksleistungsbewerbe am 19. Juni mit Teilnahme unserer Partnerwehr. In diesem Jahr brannte die Scheune der Familie Pillwax vollständig nieder. 40 technische Einsätze, 2 Brandeinsätze.

1978 - Inbetriebnahme und Weihe des neuen LF-B der Fa. Rosenbauer und Ankauf eines Abschleppwagens. Es ereignete sich am Pfingstmontag ein schwerer Verkehrsunfall nach dem Parkbad. Bei diesem Unfall waren drei Menschenleben zu beklagen. 48 technische Einsätze, 5 Brandeinsätze.

1979 erfolgte der Baubeginn der kleinen Halle beim Friedhof. Aufgrund der erhöhten technischen Einsatztätigkeit wurde eine Bergeschere mit Handpumpe angekauft. 38 technische Einsätze; 1 Brandeinsatz

1980 Mannschaft nach einer Übung1980 erfolgte der Ankauf eines Toyota-Busses, welcher als Kommandofahrzeug von der Freiwilligen Feuerwehr fertig gestellt wurde. Der Hallenzubau wurde termingerecht zum Feuerwehrfest fertig und bei diesem erfolgte die Zeughausweihe sowie die Fahrzeugweihe des KDOF. 29. Mai Unterabschnittsübung bei Fa. Ruetz. Von der Fam. Alfred und Elisabeth Schlechta wurde der Feuerwehr die heutige Feuerwehr-Fahne gespendet. Beim Bezirksfeuerwehrtag in Muckendorf wurde Kdt-Stv Josef Nagl das Verdienstzeichen der 2. Klasse überreicht. Die höchste Auszeichnung die bisher ein königstetter Feuerwehrmann erhalten hatte. 53 technische Einsätze, 8 Brandeinsätze

1981 Bei der Wahl zum neuen Kommando der Feuerwehr Königstetten wurde Richard Bachmayer sen. als Kommandant, Rudolf Lengauer Kdt.-Stv. gewählt und Josef Müllner als Verwalter ernannt. Es wurden 3 weitere Pressluftatmer sowie der Sirenensteuerkasten angekauft. Teilnahme an den Bezirkswettkämpfen in Tulbing. 46 technische Einsätze, 8 Brandeinsätze

1982 es wurde der Ankauf eines neuen TLF-A 2000 beschlossen und die erste Ratenzahlung geleistet. Ende Juli wurde Königstetten durch schwere Unwetter in Mitleidenschaft gezogen. 26 Mann der1982 TLF 2000 FF Königstetten waren sechs Stunden mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. 43 technische Einsätze, 0 Brandeinsätze

1983 wurde das TLF-A 2000 (Patin: Helene Böhmer) von der Firma Rosenbauer angekauft und vollständig ausbezahlt. Weiters wurde ein Hydraulik-Spreizer (Fa. Weber) erworben um die Schlagkräftigkeit bei den Einsätzen zu erhöhen. 51 technische Einsätze, 5 Brandeinsätze

1984 Wurde der Ankauf eines neuen MTF (Toyota, Fa. Ruetz) durchgeführt und der Verkauf des gebrauchten MTF nach Gottsdorf beschlossen. Unsere Partnerwehr aus Königstädten-Rüsselsheim nahm bei den NÖ. Landesfeuerwehrleistungsbewerben in Haag teil. Wir besuchten unsere Partnerwehr vom 07. bis 09. September in Königstädten. 52 technische Einsätze, 2 Brandeinsätze

1981-1991 Kommando 1981 bis 19911985 Verstärkte Übungstätigkeit, Ankauf von neuen Handscheinwerfern. Im Juni wurde Königstetten wieder durch schwere Unwetter in Mitleidenschaft gezogen. Größere Vermurungen mussten von der Feuerwehr beseitigt werden. Es waren 34 Mann 5 Stunden im Einsatz. In diesem Jahr feierte die Marktgemeinde Königstetten ihr 1000jähriges Jubiläum. Die FF Königstetten und ihre Partnerwehr FF Königstädten-Rüsselsheim nahmen bei dem feierlichen Festumzug teil.

1986 Bei der Wahl zum neuen Kommando der Feuerwehr Königstetten wurde Richard Bachmayer sen. als Kommandant und Rudolf Lengauer als Kdt.-Stv. Gewählt. Josef Müllner wurde als Verwalter ernannt.

Die Umstellung auf Personenrufempfänger („Pipserl“-Alarmierung) begann in diesem Jahr. Es wurden Hebekissen samt Steuergerät) angeschafft. Durch einen tragischen Todesfall mussten wir Kamerad Walter Radlherr am 23. Mai zu Grabe tragen. 45 technische Einsätze, 1 Brandeinsatz

1987 KRF-B1987 kaufte die FF Königstetten ein KRF-B (Toyota Hiace) an. Patin: Brigitte Ruetz. Weiters wurde der Ankauf eines Notstromerzeugers sowie weitere 12 Personenrufempfänger getätigt 37 technische- und 2 Brandeinsätze.

1988 kaufte die FF Königstetten den Sirenensteuerungsempfänger und Pressluftatmer an. Zum Feuerwehrfest am 04. Juni erfolgte die Weihe des KRF-B, welches durch die Kameraden Franz Koller und Johann Brunner eingerichtet wurde. An Einsätzen war eine leichte Steigerung auf 40 technische- und 4 Brandeinsätze zu verzeichnen.

1989 erfolgte im Jänner der Ankauf von weiteren Personenrufempfängern. Weiters wurde der Ankauf eines Abschleppwagens beschlossen und die erste Teilzahlung für das neue KLF-A (Mercedes, Fa. Lohr) geleistet. In diesem Jahr wurde ein rapider Anstieg an Einsätzen verzeichnet: 48 technische- und 6 Brandeinsätze.


1990 Mannschaft im Jahr 19901990 erfolgte der Verkauf des LF-B nach Groß Globnitz. Zum Feuerwehrfest im Juni wurde das neue KLF-A (Mercedes 4x4, Fa. Lohr) eingeweiht und in Betrieb genommen. Im September besuchten wir unsere 1990 KLF-APartnerwehr Königstädten-Rüsselsheim zu ihrem 60jährigen Gründungsfest. Im November wurden neue Garderobenkästen angekauft. Die weitere Steigerung an Einsätzen 60 technische- und 8 Brandeinsätze verlangte den Kameraden einiges ab.

1991-1996 Kommando 1991 bis 19961991 Bei der Wahl zum neuen Kommando der Feuerwehr Königstetten wurde Richard Bachmayer sen. als Kommandant, Johann Brunner als Kdt.Stv. gewählt. Josef Müllner wurde als Verwalter ernannt. In diesem Jahr wurde ein Notstromerzeuger 8,5 kVA (Fa. Rosenbauer) angekauft. Der Baubeginn mit der Hofüberdachung und darüberliegende Lehrsaal wurde begonnen. Ein herausragendes Ereignis war der Katastrophen-Hochwassereinsatz am 18. Mai bei dem der Damm des Mühlbaches brach, die umliegenden Felder überschwemmte und die Ernte vernichtete. Laut Einsatzstatistik war dieses Jahr dem vorigen Jahr fast ebenbürtig. 51 technische- und 3 Brandeinsätze.

1992 schritt der Zu- und Umbau unseres Feuerwehrhauses zügig voran (Innenputz, Hallenboden). Aufgrund des Wachsens unseres Ortes (mehrstöckige Wohnhäuser) kauften wir eine Schiebeleiter (15 Meter, Fa. Just) an. Für den gesteigerten Verwaltungsaufwand1991 Zubau Feuerwehrhaus 1991 Zubau Feuerwehrhaus - nach getaner Arbeitwurde ein PC erworben. Bei den technischen Einsätzen blieb der Einsatz vom Sonntag, 12. April, lange in Erinnerung. Auf der Landesstraße 120 Kreuzung Tullner Straße,1992 zu Besuch bei der Partnerwehr Langenlebarner Straße mussten zwei Menschen ihr Leben lassen und es gab auch einige Schwerverletzte. Eine Abordnung, unter Leitung von BI Johann Brunner, besuchte zu Pfingsten die Partnerwehr Königstädten-Rüsselsheim zu unserem 25jährigen Partnerschaftsjubiläum. Neben erhöhter Übungstätigkeit wurden auch die Einsätze nicht weniger. 62 technische- und 2 Brandeinsätze.

1993 Innenausbauarbeiten1993 wurde u.a. die neue Heizung im Feuerwehrhaus fertig gestellt und mit dem Innenausbau wurde begonnen. Ein Abschleppwagen nach neuestem Stand der Technik sowie weitere Personenrufempfänger (Pipserln) wurden angekauft. Unsere Wettkampfgruppe unter GKDT Martin Böck erreichte bei den NÖ Landesfeuerwehrleistungswettkämpfen in Waidhofen an der Ybbs vom 03. bis 04. 07. das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze. In diesem Jahr waren 45 technische- und 3 Brandeinsätze zu verzeichnen.

1993 Feuerwehrhaus im Jahr 19931994 Das Feuerwehrhaus wurde rechtzeitig zur 120 Jahrfeier im Juni fertig. Unsere Partnerwehr sowie hochrangige Politiker und Feuerwehrfunktionäre nehmen am Festakt teil. Friedrich Müllner und Isidor Eder erhalten die Auszeichnung der 3. Klasse. In diesem Jahr konnten aufgrund des mageren Budgets nur Schläuche 1994 Ehrungen bei der 120-Jahrfeierangeschafft werden. Dafür wurde die Übungstätigkeit gesteigert. Bei den Einsätzen wurden laut Statistik 50 technische- und 2 Brandeinsätze verzeichnet.

1995 wurde ein Gläserspüler und 10 Garnituren Tische und Bänke angekauft um für das Feuerwehrfest gerüstet zu sein. Für die Sanitätsausbildung benötigte der Sanitätswart LM Günther Klein eine Schaufeltrage. Die FF verzeichnete 52 technische- und 4 Brandeinsätze sowie 10 Brandsicherheitswachen.


1996-2001 Kommando 1996 bis 20011996 Bei der Wahl zum neuen Kommando wurde Richard Bachmayer sen. als Kommandant und Johann Brunner als Kdt.-Stv. gewählt. Othmar Chytil wurde als Verwalter ernannt.1996 Mannschaft im Jahr 1996 In diesem Jahr wurde der Lehrsaal eingerichtet. Weiters erfolgte der Ankauf von Schläuchen, eines Handfunkgerätes, eines neuen PCs sowie eines Kopierers. Die alten Tore - Ausfahrt Wienerstraße -1996 das 1996 gebraucht gekaufte SLF wurden durch neue Sektionaltore ersetzt. Aufgrund der Mindestausrüstungsverordnung musste der Ankauf eines zusätzlichen Tanklöschfahrzeuges erfolgen. Die Wahl fiel auf ein gebrauchtes SLF (Berufsfeuerwehr Stadt Wien), welches von den Feuerwehrkameraden Rudolf Spiegl, Karl Chytil und Johann Brunner adaptiert wurde und beim Feuerwehrfest gesegnet wurde. In diesem Jahr wurden laut Statistik 64 technische- und 2 Brandeinsätze sowie 11 Brandsicherheitswachen verzeichnet.

 

1997 wurde eine Batterieüberwachungsanlage (Fa. Pölzl) gekauft und von den Feuerwehrkameraden eine Druckluftanlage für die Fahrzeuge im Feuerwehrhaus installiert. Das SLF wurde mit einem Lichtmast 2 x 1000 Watt (Fa. Dlouhy) ausgestattet, um ein sicheres Arbeiten bei Dunkelheit zu 1997 Atemluftkompressor 1997gewährleisten. Von der Fa. Menzl wurden für das SLF 3 Pressluftatmer angekauft und somit die Ausrüstung vervollständigt. Es erfolgte der Ankauf von hydraulischen Abschleppwagen sowie 50 Helme (Fa. Rosenbauer) um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Für den UA2 wurden vom Abschnittskommando ein Atemluftkompressor angekauft und in Königstetten stationiert. Ein neues Computer-Programm „Notruf 122“ wurde angekauft und installiert. Laut Einsatzstatistik verzeichneten wir in diesem Jahr 47 technische-, 4 Brandeinsätze und 11 Brandsicherheitswachen.

1998 Treffen mit der Partnerwehr 19981998 wurde der alte Dachboden weiter ausgebaut, um einen staubfreien Lagerraum zu schaffen. Für die Abwicklung des Feuerwehrfestes wurden Zelte angekauft. Durch die Erweiterung der Mannschaft mussten 6 Personenrufempfänger (Pipserln) angeschafft werden. Aufgrund der EU-Richtlinien mussten für Atemschutzträger 15 Schutzjacken angekauft werden. Ausflug zum Chiemsee wo wir uns mit unserer Partnerwehr trafen. Brigitte und Rudolf Ruetz werden Ehrenmitglieder. In diesem Jahr erhöhte sich die Einsatztätigkeit auf 58 technische-, 1 Brandeinsatz und 10 Brandsicherheitswachen.

1999 Am 13. Juni feiert die FF Königstetten mit ihrer Partnerwehr Königstädten und der 1999 Die Mannschaft im Jubiläumsjahr 1999Ortsbevölkerung von Königstetten im Rahmen einer Feldmesse ihr 125jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass ist eine vom1999 125-Jahrfeier im Jahr 1999 Kommandanten Richard Bachmayer sen. verfasste Festschrift vorhanden. Die Einsatzmannschaft wurde zum Jubiläum mit neuer Einsatzbekleidung ausgestattet, um so den geltenden Richtlinien zu entsprechen und die Sicherheit der Mannschaft zu gewährleisten. Der aktuelle Mannschaftsstand zählt 50 aktive Mitglieder, 9 Reservisten und 1 Jugendfeuerwehrmann. In diesem Jahr sind 56 technische-, 0 Brandeinsätze sowie 1 Brandsicherheitswache zu verzeichnen.

2000    Dieses Jahr stand ganz im Zeichen der Anschaffung unseres neuen TLF-A 3000. Planung und Finanzierung mit der Gemeinde. Ansuchen und Einreichen aller Förderungen. Den Kaufpreis von ca. 3.700.000,-- Schilling teilten sich zu 50 % die Marktgemeinde als Leasing und 50 % die FF Königstetten als Eigenmittel, vereinbarte Lieferung 2001. Ein großer Schritt in die richtige Richtung zur Erhöhung der Schlagkraft der FF Königstetten und zum Wohle der Bevölkerung. Auch in diesem Jahr vermehrten sich die Einsätze: 65 technische-, 4 Brandeinsätze und 16 Brandsicherheitswachen.

2001 Kommando 2001 bis 20062001 Neuwahl des Kommandos: Hauptbrandinspektor Richard Bachmayer sen. legte nach 25 Jahren die Führung der Wehr aus Altersgründen zurück und wird vom Bezirksfeuerwehrkommando zum Ehrenhauptbrandinspektor ernannt. Bei der Wahl zum neuen Kommando wurde Karl Chytil als Kommandant und Johann Brunner als Kdt.-Stv. gewählt. Othmar Chytil wird als Verwalter ernannt.

Im Frühjahr wurden im Obergeschoß 2 neue Büroräume geschaffen um den stetigen Platzbedarf der Verwaltung gerecht zu werden. 2001 TLF-A 3000 Bj. 2001Am 20. Oktober wurde ein „Tag der offenen Tür“ mit Sturmverkostung veranstaltet und am 26. Oktober wurde das neue TLF-A 3000 in einem festlichem Akt geweiht und seiner Bestimmung übergeben. Als Patin stand Liselotte Radda zur Verfügung. In diesem Jahr gab es 56 technische Einsätze, 1 Brandeinsatz und 14 Brandsicherheitswachen.

2002 Lagerschuppenbau 2002

 

2002 Unter der Führung Leopold Biegler und der Mithilfe von Richard Bachmayer sen., Franz Posch, Günther Klein, Isidor Eder, Andreas Gruber und Wilhelm Steinkelner wurde mit einem Gesamtstundenaufwand von ca. 170 Stunden, ein Lagerschuppen von ca. 32m² errichtet.

Die Hochwasserkatastrophe im Sommer setzte in NÖ 121km² Land unter Wasser. Im Zuge des Katastrophenhilfsdienstes waren wir in Winkl, Grafenwörth und Utzenlaa im Einsatz. Aber auch im eigenen Einsatzgebiet musste Pumparbeit geleistet werden. 50 technische-, 3 Brandeinsätze und 12 Brandsicherheitswachen. Am Abschnittsfeuerwehrtag am 08. Mai wurde Ing. Herbert Polsterer mit dem Verdienstabzeichen der 3. Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

2003 zu Besuch bei unserer Partnerwehr 20032003 „Tag der offenen Tür“ im Zuge des Straßenmarktes am 25. Mai. Am 19. Mai fand eine groß angelegte Evakuierungsübung der Volksschule statt. Vom 19. bis 21. September Besuchten wir unsere Partnerwehr in Deutschland zur Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses eingeladen. Nicht ganz ohne Neid besichtigten wir das neue und top ausgestattete Haus. Auch eine Besichtigung der Flughafenfeuerwehr Frankfurt und der Einsatzzentrale des Landkreises stand auf dem Programm. In diesem Jahr gab es 61 technische Einsätze, 1 Brandeinsatz und 11 Brandsicherheitswachen.

 

2004 MTF-A, Bj. 20042004 um ca. € 51.000,- wurde ein neues Mannschaftstransportfahrzeug angekauft welches auch als Kommandofahrzeug zur Einsatzleitung dienen soll. Die feierliche Segnung fand am 14. November statt und Frau Dr. Gabriele Anthony übernahm die Patenschaft. Weitere Anschaffungen: 10 Pager, ein Hydraulikstempel, 1 Atemschutzgerät und 3 Handlampen für den Atemschutztrupp.

Einer der wohl spektakulärsten Einsätze war am 9. Juli der Brand des Autohauses Brandtner in Tulln. Wir waren mit 18 Mann im Einsatz, stellten die Wasserversorgung sicher und 2 ATS-Trupps führten einen Innenangriff durch. Beim Brand der Bezirkshauptmannschaft Tulln am 22. September waren wir ebenfalls zur Unterstützung im Einsatz.2004 Umzug mit historischem Motorspritzenwagen

D2004 Wettkampfgruppe 2004er Nachdem wir unseren Spritzenwagen, Baujahr 1927, vom NÖ-Feuerwehrmuseum in einem sehr schlechten Zustand wieder zurück bekommen haben, wurde dieser von den Kameraden Richard Bachmayer sen., Leopold Biegler, Günther Klein, Franz Posch, Friedrich Müllner sen. und Wilhelm Steinkelner wieder liebevoll restauriert und wir konnten am 20. Juni mit diesem historischen Fahrzeug beim Umzug der Blasmusik im Zuge des 50jährigen Bestehens und unserem 130Jahr Jubiläum teilnehmen.

Bei den NÖ Landeswettkämpfen in St. Pölten waren wir in den Bewerben Bronze und Silber erfolgreich. 47 technische-, 3 Brandeinsätze und 12 Brandsicherheitswachen.

2005 Brandeinsatz bei der Walschenke in Hainbuch, ein Brand einer Trafostation und ein Waldbrand im tulbinger Gemeindegebiet waren die spektakulärsten in diesem Jahr. Wie jedes Jahr waren aber auch schwere Verkehrsunfälle mit teils tragischen Ausgang zu verzeichnen.

Die Kameraden HBM Helmut Resch und OLM Johannes Koller wurden für 25 Jahre verdienstvolle Tätigkeiten für das Feuerwehrwesen vom NÖ Landesfeuerwehrverband ausgezeichnet.

Im September nahm eine Delegation an der 75jährigen Bestandsfeier unserer Partnerwehr teil.

In diesem Jahr gab es insgesamt 30 technische Einsätze, 4 Brandeinsätze und 20 Brandsicherheitswachen.

2006 Kommando2006 Neuwahl des Kommandos: Ing. Herbert Polsterer wurde als Kommandant und Rudolf Spiegl als Kommandantstellvertreter gewählt. Othmar Chytil wird abermals als Verwalter ernannt. Zitat des neuen Kommandanten: …Die Einrichtung der Feuerwehr ist mittlerweile seit 1874 ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gemeinwesens und wird von der Bevölkerung und der Gemeinde geschätzt, als Helfer in kleinen und großen Notsituationen. Freilich hat sich seit der Gründung vieles im Anforderungsprofil und auch im Arbeitsumfang geändert. Denn während zu Beginn des Feuerwehrwesens die klassische Brandbekämpfung die zentrale Aufgabe war, müssen wir heute auch über erhebliches technisches Fachwissen verfügen. Dazu zählen Kenntnisse zu Schadstoffen, Ökologie, Maschinentechnik, aber auch die Leistung von Erster Hilfe bei der Rettung von Unfallopfern und vieles andere mehr. Die Freiwillige Feuerwehr ist heute ein hoch spezialisierter Fachbetrieb!

Im Mai wurde ein Sicherheitstag veranstaltet welcher großes Interesse bei der Bevölkerung weckte. Insbesondere waren die Vorführungen über Fettbrände spektakulär.

Es wurde eine öffentlich Ausschreibung zur Anschaffung eines neuen Kleinrüstfahrzeuges durchgeführt und Evakuierungsübungen der Volksschule und des Wohnheimes „Pro Juventute“ abgehalten. Herr Dr. Brunner stellt einen Defibrillator der Gemeinde zur Verfügung welcher im Feuerwehrhaus stationiert wurde. Bei den NÖ Landeswettkämpfen in Raabs a.d. Thaya erreichten 9 Mann das Leistungsabzeichen in Bronze. An vier tagen wurden feuerpolizeiliche Beschauten im Ortsgebiet durchgeführt. Insgesamt 55 technische Einsätze, 0 Brandeinsätze und 14 Brandsicherheitswachen. Der Gesamtstundenaufwand für Einsätze, Übungen, Schulungen, Verwaltungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie für diverse Veranstaltungen betrug 4.501 Stunden.

2007 musste der Atemschutzkompressor samt Anhänger ausgeschieden werden nachdem keine positive Überprüfung mehr möglich war.2007 Wettkämpfe in Königstetten 2007

FF Königstetten organisierte nach langer Zeit wieder die Abschnittswettkämpfe und den Abschnittsfeuerwehrtag des Abschnittes Tulln. 2007 Wettkampfgruppe Königstetten 2007Am Abschnittsfeuerwehrtag wurden BI Rudolf Spiegl und VM Gerhard Fichtenbauer mit dem Verdienstabzeichen der 3. Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. Der Feuerwehrheurige mit den Abschnittswettkämpfen am Samstag war ein sehr großer Erfolg für unsere Feuerwehr und das äußerst gute Gelingen dieser drei Tage entschädigte uns für den enormen Aufwand. Auch seitens des Bezirkskommandos und des Abschnittskommandos kamen nur lobende Worte betreffend der Ausrichtung der Wettkämpfe. Was uns besonders gefreut hat, war der Besuch unserer deutschen Partnerwehr aus Königstädten-Rüsselsheim an diesem Wochenende welche auch bei den Wettkämpfen antrat und einen Ehrenpreis2007 Feuerwehrfest mit Ehrungen 2007 für die weitest angereist Gruppe erhielt. Natürlich waren auch unsere Männer der Wettkampfgruppe erfolgreich in den Bewerben Bronze und Silber und das Ganze mehr oder weniger zwischendurch da ja alle beim Feuerwehrfest im Einsatz waren. Bei der Feldmesse am Sonntag, bekamen die Kameraden EHBI Richard Bachmayer sen., BM Karl Chytil und Ing. Herbert Polsterer jeweils eine Anerkennung des deutschen Feuerwehrverbandes für internationale Zusammenarbeit.

Erfolgreiche Teilnahme bei den NÖ Landeswettkämpfen in Zwettl in Bronze und Silber wobei - lt. bestehenden Aufzeichnungen - die höchste Punkteanzahl einer Königstetter Wettkampfgruppe erreicht wurde.

Mehrere Sturm- und Hochwassereinsätze waren neben vielen technischen Einsätzen zu verzeichnen. Das neue KRFA-S (Mercedes Sprinter 518 4x4, Fa. Rosenbauer) wurde nach einer Best- und Billigstbieterermittlung bestellt. Am letzten Samstag des Jahres fand erstmalig ein Punschtrinken beim Feuerwehrhaus statt welches großen Anklang fand und nun fortan wiederholt werden soll.

In diesem Jahr gab es insgesamt 66 technische Einsätze, 1 Brandeinsatz und 15 Brandsicherheitswachen. Der Gesamtstundenaufwand für Einsätze, Übungen, Schulungen, Verwaltungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie für diverse Veranstaltungen betrug 3.881 Stunden.

2008 im April wurden beim Abschnittsfeuerwehrtag in Langenlebarn die Kameraden LM Erich Dorrer für 25 Jahre und HFM Alfred Müllner für 50 Jahre verdienstvolle Tätigkeit für das Feuerwehrwesen 2008 KRFA-S, Bj. 2008vom NÖ Landesfeuerwehrverband ausgezeichnet. BM Manfred Hagn wurde mit dem Verdienstabzeichen der 3. Klasse ausgezeichnet.

Seit Juni zieren mehr als 30, von Herrn Winfried Resch, handgemalte Bilder unseren Stiegenaufgang. Dargestellt sind Uniformen, Einsatzgeräte und Fahrzeuge der FFK im Laufe der Zeit. Herr Resch spendete diese Bilder der Feuerwehr.

Am 26. Oktober wurde das neue Kleinrüstfahrzeug (KRFA-S) in einen großen Festakt feierlich von Herrn Pfarrer Großhagauer gesegnet und unsere Gönnerin, Frau Andrea Grandits, übernahm die Patenschaft. Die Übernahme einer Patenschaft für ein Einsatzfahrzeug durch eine Patin bedeutet Anerkennung und Wertschätzung für die Freiwillige Feuerwehr. Sie ist unser Lohn und die Motivation um auch in Zukunft unser Bestes geben zu können. Die Gesamtkosten für das Fahrzeug in der Höhe von € 121.974,00 teilten sich die Marktgemeinde Königstetten und die Freiwillige Feuerwehr Königstetten zu je 50%. Die Kosten der zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände, der UHPS (Ultra-High-Pressure – Pumpe) und der ATS-Geräte betrugen € 20.621,38. Dies wurde von der FF Königstetten zu 100% aufgebracht. Abzüglich der Förderungen des Landes Niederösterreich mussten wir für dieses Fahrzeug € 61.622,38 selbst aufbringen.

Insgesamt 51 technische Einsätze, 8 Brandeinsätze und 15 Brandsicherheitswachen. Der Gesamtstundenaufwand für Einsätze, Übungen, Schulungen, Verwaltungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie für diverse Veranstaltungen betrug 5.513 Stunden.

2009 dieses Jahr stand im Zeichen zahlloser Hochwassereinsätze im März und Sturmeinsätze im Juli. Auch überdurchschnittlich viele Menschenrettungseinsätze nach Verkehrsunfällen waren zu verzeichnen.

Beim Abschnittfeuerwehrtag am 27. März in Sieghartskirchen, wurden die Kameraden LM Martin Böck und LM Konrad Müllner für 25 Jahre verdienstvolle Tätigkeit seitens des Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. In der österreichweiten Fachzeitschrift „Feuerwehr Objektiv“ wurde in der Augustausgabe über unser neues KRFA-S berichtet. Es wurde u.a. als äußerst gut durchdachtes und funktionelles Fahrzeug beschrieben. Diese Berichterstattung in dem unabhängigen Medium, zeigte einmal mehr, dass wir auf dieses Fahrzeug stolz sein können.2009 zu Besuch bei unserer bei Partnerwehr 2009

Vom 04. bis 07. September besuchten 16 Kameraden und Herr Vizebürgermeister Christian Eilenberger, als Vertreter der Marktgemeinde, unsere deutsche Partnerwehr in Königstädten. Ganz selbstverständlich wurden wir recht herzlich aufgenommen und konnten die enorme Gastfreundschaft in vollen Zügen genießen. Wir haben an der 50-Jahrfeier der Jugendfeuerwehr teilgenommen sowie an den beiden anderen Festveranstaltungen an diesem Wochenende.

In diesem Jahr gab es insgesamt 108 technische Einsätze, 3 Brandeinsätze und 10 Brandsicherheitswachen. Der Gesamtstundenaufwand für Einsätze, Übungen, Schulungen, Verwaltungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie für diverse Veranstaltungen betrug 6.258 Stunden.

2010 ein schweres Jahr für den Kommandanten. Im April verstirbt seine geliebte Frau Andrea nach langer schwerer Krankheit. Wie beliebt sie bei d2010 gemeinsamer Ausflug 2010en Kameraden war, zeigte, dass fast die gesamte Mannschaft ihr das letzte Geleit gaben.

Beim Feuerwehrfest im Juni wurden wir am Samstagabend von einem schweren Sturm heimgesucht und wir hatten alle Hände voll zu tun die Vordächer zu sichern. Auch Kameraden unserer Partnerwehr unterstützten uns dabei oder halfen beim Servieren aus.

Nach langer Zeit gab es auch wieder einen gemeinsamen Ausflug: vom 04. bis 05. September waren wir in Göstling wo eine Gruppe raften war und eine andere Gruppe wanderte durchs Mendlingtal. Am Abend wurde2010 Hermann Bieder für uns gegrillt und um nächsten Morgen sorgte eine Wissens- und Geschicklichkeitsolympiade für gute Unterhaltung. Ein Heurigenbesuch am Sonntagnachmittag im Wagramerland war dann der letzte Programmpunkt.

Im Dezember müssen wir unseren Kameraden Hermann Bieder zu Grabe tragen.

Insgesamt 44 technische Einsätze, 5 Brandeinsätze und 8 Brandsicherheitswachen. Der Gesamtstundenaufwand für Einsätze, Übungen, Schulungen, Verwaltungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie für diverse Veranstaltungen betrug 5.608 Stunden.

2011 Neuwahl des Kommandos: sowohl Ing. Herbert Polsterer als Kommandant und Rudolf Spiegl als2011 neues Kommando 2011 Kommandantstellvertreter wurden wiedergewählt. Othmar Chytil wird abermals als Verwalter ernannt. Zitat des Kommandanten: … Die Freiwillige Feuerwehr Königstetten ist auch ein Garant für Lebensqualität. Dennoch müssen wir den Bürgern bewusst machen, dass es Feuerwehr zum Nulltarif nicht geben kann. Weder finanziell, noch personell. Sich zurückzulehnen und anzunehmen, die Feuerwehr kommt sowieso, wenn man 122 wählt, wird in Zukunft nicht mehr funktionieren. …Wir werden in den nächsten Jahren viele neue Hände benötigen, um die von uns erwarteten Leistungen garantieren zu können…

2011 Mannschaft im Jahr 2011Am 15. April wurden die Kameraden EHLM Isidor Eder und ELM Heinrich Müllner beim Abschnittsfeuerwehrtag für 50 Jahre verdienstvolle Tätigkeit im Feuerwehrwesen seitens des NÖ Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

Am 07. Mai fand nach langer Zeit wieder eine Florianimesse beim Feuerwehrhaus statt welche von Herrn Pfarrer Großhagauer feierlich gestaltet und von Herrn Dr. Brunner musikalisch umrahmt wurde. Von nun an werden wieder jährlich Florianimessen zu Ehren unseres Schutzpatrons abgehalten werden.

Im Oktober mussten mehrere Anschaffungen getätigt werden: so mussten zB 2 neue Wespenschutzanzüge gekauft werden. Auch ein Höhensicherungsset wurde angekauft um die Sicherheit bei diversen Einsätzen zu erhöhen. Das Falttor in die große Halle musste von einer Fachfirma repariert werden und der Hochdrucklüfter musste ebenfalls repariert werden. Eine neue Ladestation für das KLF-A wurde gekauft und das alte KLF-A selbst musste auch wieder einmal repariert werden.

2011 Helmut ReschAm 07. November hatten wir leider einen sehr traurigen Weg: EHBM Helmut Resch ist am 30. Oktober nach langer schwerer Krankheit friedlich für immer eingeschlafen und wir mussten unseren Kameraden zu Grabe tragen. Rund 70 Mann inkl. drei Kameraden unserer Partnerwehr, gaben unseren beliebten Helmut die letzte Ehre. Soweit man das überhaupt sagen kann, ist zu sagen, dass es ein würdiges Begräbnis war und Helmut sicher stolz auf seine Kameraden gewesen wäre.

Leider ist auch ein deutscher Kamerad verstorben. Kurt Walther, ehemaliger Kommandant und Ehrenmitglied der FF Königstetten ist am 20. November verstorben.

In diesem Jahr gab es insgesamt 39 technische Einsätze, 2 Brandeinsätze und 10 Brandsicherheitswachen. Der Gesamtstundenaufwand für Einsätze, Übungen, Schulungen, Verwaltungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie für diverse Veranstaltungen betrug 6.003 Stunden.

2012 ein Jahr mit schweren Brandeinsätzen in Königstetten. Gleich am 14. Jänner hatten wir den ersten Brandeinsatz. In der Brunnenstraße kam es zu einem Kellerbrand wo unter anderem auch eine 50 kg Probangasflasche in Brand stand. Durch das rasche und umsichtige Eingreifen konnten wir den Brand rasch unter Kontrolle bringen und die Gasflasche bergen. Nach diversen technischen Einsätzen war am 17. März bereits der nächste Brandeinsatz. In der Tulbinger Straße standen der Dachstuhl und die Werkstätte eines Einfamilienhauses in Vollbrand. Gemäß Alarmplan wurde der gesamte Unterabschnitt alarmiert und weiters wurde die FF Tulln zur Beistellung eines Atemschutzkompressors sowie der Drehleiter nachalarmiert. Insgesamt waren 5 Feuerwehren mit 75 Mann im Einsatz. Der Brand konnte nach einiger Zeit unter Kontrolle gebracht und ein Übergreifen auf die Nachbarobjekte verhindert werden. Neuerlicher Brandeinsatz am 26. Juni in den Mittagsstunden: in der Schulgasse kam es zu einem Brand in einem Wohnhaus. Auf Grund des Ereignisses wurde der gesamte Unterabschnitt alarmiert und das Atemluftfahrzeug der FF St. Andrä Wördern. Zur Brandbekämpfung wurde unter schwerem Atemschutz ein Innenangriff durchgeführt. Der Brand im Inneren konnte schließlich gelöscht werden. Jedoch hatte sich der von innen nicht zugängliche Spitzboden entzunden und es musste das Dach abgedeckt und aufgeschnitten werden um den Brand gänzlich zu löschen. Insgesamt standen 5 Feuerwehren mit 47 Mann im Einsatz. 29. Juni: Brand eines Klein-LKW´s auf der L120 im Bereich Dopplerhütte.

OVM Gerhard Fichtenbauer wurde am 23. März beim Abschnittsfeuerwehrtag in Sieghartskirchen für 25 Jahre verdienstvolle Tätigkeit für das Feuerwehrwesen vom NÖ Landesfeuerwehrverband ausgezeichnet und beim Bezirksfeuerwehrtag in Atzelsdorf wurde am 13. April BM Christian Frieberger seitens des NÖ Landesfeuerwehrverbandes mit dem Verdienstzeichen 3. Klasse ausgezeichnet.

2012 Johann BiederAm 29. April verstarb unser ehemaliger Kommandant EBI Johann Bieder. Er trat 1953 in die Freiwillige Feuerwehr Königstetten und wurde am 13. Dezember 1960 bei einer außerordentlichen Generalversammlung zum Kommandanten gewählt. Insgesamt war er 15 Jahre lang in dieser Funktion. Weiters war er Gründungsmitglied unserer Partnerwehr der FF Königstädten.

Seit August sind wir im Alarmplan der HL-Bahn AG eingebunden. Dh bei Ereignissen der Größe T4 oder B4 werden wird zur Hilfeleistung im Tunnel zum Tunnelportal Chorherrn alarmiert.

Um den stetigen Anforderungen gerecht zu werden, haben wir in u.a. diverse Neuanschaffungen investieren müssen: ein neues Hebekissenset,2012 Aufbau fürs Feuerwehrfest ein neuer hydraulischer Rettungssatz – für die Menschenrettung, ein Spin-Board – zur Rückrad-schonenden Rettung von Personen, 10 Stk. „B“ und 5 Stk. „C“ Druckschläuche, der 9 Jahre alte PC der gab seinen Geist auf und musste erneuert werden und für effizientere und zeitgemäße Schulungen wurde ein Beamer.

Insgesamt 49 technische Einsätze, 8 Brandeinsätze und 7 Brandsicherheitswachen. Der Gesamtstundenaufwand für Einsätze, Übungen, Schulungen, Verwaltungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie für diverse Veranstaltungen betrug 6.825 Stunden.

2013 ein Jahr mit außerordentlichen vielen Menschenrettungseinsätzen. Bei diversen Verkehrsunfällen und anderen Unfällen mussten insgesamt 6 Menschen gerettet werden.

Beim Abschnittsfeuerwehrtag am 05. April in Sieghartskirchen wurden folgende Kameraden vom NÖ Landesfeuerwehrverband ausgezeichnet: für 25 Jahre verdienstvolle Tätigkeit für das Feuerwehrwesen: LM Wilhelm Löffler. für 40 Jahre verdienstvolle Tätigkeit für das Feuerwehrwesen wurden ausgezeichnet: EBI Rudolf Lengauer, EHBM Viktor Matsch, HLM Josef Radlherr und LM Helmut Geiger.

Auf Grund rechtlicher Bestimmungen musste für das Feuerwehrhaus um eine Betriebstättenbewilligung angesucht werden.

2013 Josef MüllnerLeider verstarb am 10. Mai unser Ehrenverwalter Josef Müllner. Josef war von 1979 an insgesamt 17 Jahre Verwalter der Feuerwehr und gehörte in dieser Zeit dem Kommando an. Er war mit Leib und Seele „Finanzer“ und das Kommando konnte sich stets auf eine gewissenhafte Kassaführung vertrauen.

Beim großen Landesschützentag in Königstetten am 26. Mai waren insgesamt 18 Mann zur Regelung des Verkehrs und als Parkplatzeinweiser eingesetzt und sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Vom 30. August bis 03. September besuchten 4 Mann unserer Wehr die Partnerwehr in Königstädten bei deren Jubiläum „10 Jahre neues Feuerwehrhaus“ und überreichten ein Gastgeschenk.

2013 neue EinsatzbekleidungFür die sehr gut ausgearbeitet Unterabschnittsübung mit insgesamt fünf Feuerwehren im Schloss bzw in der Johann Gruber Promenade, ernteten wir viel Lob seitens des Überwachenden Abschnittskommandanten BR Leopold Mayer.

Um den stetigen Anforderungen gerecht zu werden, haben wir in diverse Neuanschaffungen investieren müssen:          eine neue - zeitgemäße - Einsatzbekleidung welche im September ausgegeben wurde. Die Gesamtkosten betrugen ca € 43.000,- wobei dankenswerterweise von der Marktgemeinde Königstetten ein 50%-iger Anteil übernommen wurde. Zitat Kommandant: Es war mir schön länger ein großes Anliegen die persönliche Schutzausrüstung unserer Kameraden auf einen entsprechenden Standard zu bringen. 2013 Angelobung neuer Kameraden im Zuge der FlorianimesseWenn jeder Einzelne von uns schon seine Freizeit und teilweise auch seine Gesundheit aufs Spiel setzt, so muss er zumindest einen angemessenen Schutz erhalten. Weiters mussten neue digitale Hand- und Fahrzeugfunkgeräte sowie Pager angeschafft werden da der analoge Funkverkehr seitens des Landes in Zukunft eingestellt wird. Die Gesamtkosten für diese Neuanschaffungen betrugen ca. € 7.500,-.          Für eine bessere Erkundung bei Bränden wurde ein Oberflächentemperaturmessgerät angeschafft. Auch unsere Abschleppachse 2013 Allerheiligen 2013war mittlerweile in die Jahre gekommen und es mussten der Hydraulikmotor sowie die komplette Achse erneuert werden. Des Weiteren wurde eine Generalüberholung durchgeführt. Die Kosten dafür betrugen € 3.000,-. Weiters wurde eine hydraulische Handpumpe besorgt und ins KRFA-S eingebaut. Diese Handpumpe soll bei Einsätzen im schwierigen Gelände als Erstmaßnahme zu Menschenrettungen eingesetzt werden. Und viele Kleinigkeiten mehr mussten angeschafft oder auch repariert werden.

In diesem Jahr gab es insgesamt 37 technische Einsätze, 2 Brandeinsätze und 9 Brandsicherheitswachen. Der Gesamtstundenaufwand für Einsätze, Übungen, Schulungen, Verwaltungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie für diverse Veranstaltungen betrug 6.733 Stunden.

2014 die Freiwillige Feuerwehr Königstetten feiert mit der Ortsbevölkerung, hochrangigen Vertretern aus Gemeinde, Politik und Wirtschaft sowie Funktionären des Landesfeuerwehrkommandos bzw Landesfeuerwehrverbandes ihr 140jähriges Bestehen.

Der Mannschaftsstand im Jubiläumsjahr: 62 aktive Mitglieder, 11 Reservisten und 12 Ehrenmitglieder

In dieser chronologischen Aufstellung konnten leider nur Bruchteile der Entwicklung, Interna und Tätigkeiten der 140 jährigen Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Königstetten aufgelistet werden.

Die Freiwillige Feuerwehr ist längst zu einer Selbstverständlichkeit in unserer Gemeinde geworden. Das ist ein großes Kompliment das man einer Institution machen kann. Denn es beweist, dass sich die Bevölkerung zu jeder Tages- und Nachtzeit auf unsere Kompetenz verlassen kann und auf uns vertraut wird. Alle wissen, wenn nichts mehr geht wird der Notruf 122 oder die Nummer des Kommandanten bzw. eines Kameraden gewählt.

Diese Selbstverständlichkeit führt aber auch dazu, dass man sich kaum noch Gedanken darüber macht, wie die Freiwillige Feuerwehr eigentlich funktioniert. Unter anderem nur deshalb, da sich doch noch Menschen finden, die ihre karge Freizeit in diese Feuerwehr investieren und bereit sind, diese sinnvoll zu verbringen. Auch wenn so manche Einsätze an die Grenzen der körperlichen- oder psychischen Belastbarkeit gehen.

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